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MV aktuell Weihnachtsmärkte im Kampf gegen Müll
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08:32 24.11.2018
Weihnachtsmarkt Rostock Impressionen Quelle: Dan Petermann
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Schwerin

Die Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern wollen umweltfreundlicher werden. Vorreiter sind die großen Märkte, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem Start der Weihnachtsmarktsaison 2018 ergab. Glühwein und Punsch wird auf vielen Märkten schon seit Jahren in Keramik-Mehrwegbechern verkauft. Mancherorts haben die Tassen jedes Jahr ein neues Design und sind zu Sammelobjekten geworden, wie die Marktleiter berichten. Aber wie sieht es bei Geschirr, Besteck und Einkaufstüten aus?

Auf dem Schweriner Weihnachtsmarkt sollen Messer, Gabeln und Löffel aus Plastik bald der Vergangenheit angehören. „Wer von den Marktbeschickern noch Restmengen an Plastikbesteck hat, kann das verwenden, im Lauf des Weihnachtsmarkts wird aber auf kompostierbares Material umgestellt“, sagte Marktchef Arne Teegen. „Das Merkblatt haben wir schon so rausgegeben.“

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Gewinneinbußen oder Preissteigerungen sind aus seiner Sicht kaum zu befürchten. Kompostierbares Besteck sei nur unwesentlich teurer als solches aus Plastik. Außerdem habe die Marktleitung dieses Jahr Kunststoff-Strohhalme verbannt. Sie müssen nun aus Bambus oder Pappe sein. Speisen würden nach Möglichkeit im Brötchen serviert, ansonsten auf kompostierbarer Pappe.

Papier statt Plastik sei nun Pflicht

Auf dem größten Weihnachtsmarkt des Landes in Rostock sollen keine Plastiktüten mehr über die Tresen der Verkaufsbuden gehen. Schon im vergangenen Jahr habe der Veranstalter den Händlern mit einem Logo bedruckte Papiertüten angeboten, sagte die Geschäftsführerin der Großmarkt Rostock GmbH, Inga Knospe. Von diesem Jahr an sei Papier statt Plastik bei den Tüten für die Weihnachtsmarkteinkäufe weitgehend Pflicht. Ausnahme seien aus Hygienegründen vorgeschriebene Plastikverpackungen. Die Marktbeschicker zögen mit, sagte Knospe. „Sie merken auch, dass die Leute Plastik nicht mehr wollen.“

Bilder von den schönsten Weihnachtsmärkten in MV

Die großen Märkte sind Vorreiter. „In den Verträgen mit den Marktbeschickern des Greifswalder Weihnachtsmarktes sind neben der Verwendung der Glühweinbecher für Heißgetränke kompostierbare Teller beauflagt worden“, sagte Stadtsprecherin Bärbel Lenuck. Plastikbesteck und auch Trinkröhrchen seien weiter im Umlauf. Die Stadt sei sich bewusst, dass mehr unternommen werden müsse. Vom kommenden Jahr an soll der Einsatz von Plastiktüten dadurch minimiert werden, dass den Händlern wie in Rostock Papiertüten angeboten werden. Die Rostocker Großmarkt GmbH organisiert sowohl den Rostocker als auch den Greifswalder Weihnachtsmarkt.

Der Weberglockenmarkt in Neubrandenburg macht den Händlern bislang kaum Vorschriften zur Plastikmüll-Vermeidung. Zwar gibt es wie anderorts auch seit Jahren Mehrwegtassen aus Keramik für den Glühwein. Anderes Mehrweggeschirr gebe es nur bei größeren Gerichten, sagte Marktorganisator Alexander Bahr. Papiertüten für den Einkauf seien auch nur vereinzelt anzutreffen. „Da machen wir noch keine Vorschriften“, sagte Bahr. Für die Zukunft glaubt er aber: „Das wird mit Sicherheit so kommen.“

RND/dpa/kh

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