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MV aktuell Plastik in Dorsch und Hering: Risiko für Fischesser?
Nachrichten MV aktuell Plastik in Dorsch und Hering: Risiko für Fischesser?
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05:30 27.02.2017
Plastikmüll am Ostseestrand zwischen Juliusruh und Glowe auf der Insel Rügen.
Plastikmüll am Ostseestrand zwischen Juliusruh und Glowe auf der Insel Rügen. Quelle: Stefan Sauer
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Rostock

9,5 Millionen Tonnen Plastik gelangen nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) jedes Jahr weltweit in die Meere. Zwischen 15 und 31 Prozent davon sind Mikroplastik, der Großteil stammt unter anderem aus Kosmetika und Kleidung und fließt übers Abwasser ins Meer. Die Teilchen entstehen auch, wenn sich Kunststoff im Wasser zersetzt. Die Masse an Mikroplastik könne „katastrophale Folgen für die große Artenvielfalt der Meere haben und für die Gesundheit der Menschen“, sagt IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen.

Wer regelmäßig Fisch und Muscheln isst, verzehrt laut Tierrechtsorganisation Peta 11 000 Plastikteile pro Jahr. Deshalb sollen Verbraucher Meerestiere künftig komplett vom Speiseplan streichen. Andernfalls würden Fischesser ihre Gesundheit riskieren, warnt Meeresbiologin Tanja Breining. Der Appell schmeckt Fischern in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt nicht. Hering, Dorsch und Flunder könnten nach wie vor ohne Bedenken gegessen werden, kontern sie.

OZ