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MV aktuell Plastikmüll vermeiden: Schüler von Insel Rügen gewinnen Umweltpreis
Nachrichten MV aktuell Plastikmüll vermeiden: Schüler von Insel Rügen gewinnen Umweltpreis
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09:25 26.04.2019
Plastikflasche am Ostseestrand zwischen Juliusruh und Glowe (Mecklenburg-Vorpommern) auf der Insel Rügen. Besonders Plastikmüll aus der Schifffahrt, Tourismus und Fischerei führt zur allgemeinen Verschmutzung von Wasser und Badestränden an der Ostsee. Er gefährdet auch Fische, Vögel und Meeressäuger. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Helgoland

Schüler von der Ostseeinsel Rügen haben auf der 1. Deutschen Inselkonferenz auf Helgoland den erstmals verliehenen Umweltpreis „Mehr-Weg-Insel-Weltmeister“ gewonnen. Eine Jury prämierte das Konzept von Schülern der Christophorusschule zur Vermeidung von Plastikmüll auf Inseln mit einem Preisgeld von 1500 Euro und einem dreitägigen Aufenthalt auf einer deutschen Insel. „Das ist quasi eine Re-Use-Idee“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) am Donnerstag.

Zurückgelassene Gegenstände einsammeln

Das von den Schülern entwickelte Konzept „Share & Repair fürs Meer“ befasst sich mit der steigenden Plastikverschmutzung der Insel Rügen. Die Schüler wollen erreichen, das Einwegplastik vermieden und gleichzeitig durch Schüler die Umweltbildung gestärkt wird. Die Idee dabei sei, von Urlaubern nach Ende der Ferien zurückgelassene Gegenstände wie Schirme oder Luftmatratzen einzusammeln, wieder flott zu machen und anschließend wieder zu verwerten, sagte Singer.

Plastik vermeiden

In der Kategorie Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen ging der ebenfalls mit 1500 Euro und einem dreitägigen Inselaufenthalt dotierte erste Platz an die Naturschutzgemeinschaft Sylt für eine Anleitung, wie man Plastik vermeiden und wie man an die diversen und sehr unterschiedlichen Akteure heran treten kann. Die 1. Deutsche Inselkonferenz geht am Freitag zu Ende. Dann wollen die Teilnehmer eine Resolution vorstellen. Sie wollen Forderungen an die Politik erheben, um die Standortnachteile der Inseln gegenüber dem Festland auszugleichen.

André Klohn/dpa