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Politik Debatte um nicht abgerufene Fördermittel für Familienurlaub
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02:20 05.07.2013
Die Fördermöglichkeit für Familien soll optimiert werden. Foto: A. Gebert/Archiv
Die Fördermöglichkeit für Familien soll optimiert werden. Foto: A. Gebert/Archiv
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Schwerin

Die seit Jahren nur mäßige Nutzung staatlicher Förderprogramme für die Urlaubsgestaltung ärmerer Familien wird Thema im Landtag. Auf Antrag der CDU soll das SPD-geführte Sozialministerium im zuständigen Fachausschuss unmittelbar nach der parlamentarischen Sommerpause dazu Stellung nehmen. Es gelte herauszufinden, „wie sich die bereitstehenden Fördermittel von den betroffenen Familien besser nutzen lassen“, erklärte CDU-Fraktionsvize Torsten Renz am Freitag.

Er reagierte damit auf die Kritik der oppositionellen Linksfraktion, wonach in Mecklenburg-Vorpommern mehrere zehntausend Euro nicht abgerufen wurden. So seien von den pro Jahr bereitgestellten 100 000 Euro 2011 rund 42 000 und 2012 sogar 62 000 Euro ungenutzt geblieben, hieß es. Nach Einschätzung der Linken ist der Bedarf an Unterstützung angesichts vielfach geringer Familieneinkommen im Land groß, die Fördermöglichkeit aber zu wenig bekannt und die bürokratische Hürde oft zu hoch.

Renz warf der Linken vor, es gehe ihr mit ihrer öffentlichen Kritik nur um „Schlagzeilen und Polemik und nicht um Familien und deren Kinder“. Sie habe es bisher unterlassen, die Förderung von Familienerholungsmaßnahmen im Sozialausschuss des Landtages zu thematisieren, kritisierte er. Nach Angaben des Landesjugendrings leben in Mecklenburg-Vorpommern etwa 24 Prozent der Menschen an oder unter der Armutsschwelle. Mehr als jedes vierte Kind im Land sei von Armut betroffen.

dpa