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Politik Frauke Petry (AfD): „Dass es Anfeindungen gibt, ist ja kein Geheimnis“
Nachrichten MV aktuell Politik Frauke Petry (AfD): „Dass es Anfeindungen gibt, ist ja kein Geheimnis“
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05:40 02.08.2017
Frauke Petry (42), AfD-Vorsitzende. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Rostock

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry (42) stellt sich in der Veranstaltungsreihe „Politischer Salon“ der OSTSEE-ZEITUNG den Fragen der Leser: am Dienstag, dem 8. August, ab 18 Uhr im OZ-Medienhaus in Rostock. Leser können ihre Fragen vorab per E-Mail unter leserreporter@ostsee-zeitung.de stellen – ebenso während der Talkrunde, die zudem als Livestream auf der OZ-Facebookseite übertragen wird. Die OZ sprach mit Frauke Petry über ihren Wahlkampf und Parteikollegen, denen Rechtsextremismus vorgeworfen wird.

Jetzt Live: Politischer Salon mit Frauke Petry (AfD)

Politischer Salon im Rostocker OZ-Medienhaus mit Frauke Petry (AfD). Zum Nachbericht: http://bit.ly/2vk6xem AfD Dr. Frauke Petry AfD-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern Alternative für Deutschland Mecklenburg-Vorpommern - AfD MV

Gepostet von Ostsee-Zeitung am Dienstag, 8. August 2017

OSTSEE-ZEITUNG: Sie halten lächelnd Ihren zwei Monate alten Sohn auf einem AfD-Wahlplakat im Arm. Ihnen wird die Instrumentalisierung des Kindes vorgeworfen. Welchen Zweck verfolgen Sie mit dem Plakatmotiv?

Frauke Petry: Wissen Sie, es ist wichtig, für seine Überzeugungen einzustehen. Eine Überzeugung ist, dass wir mit unserer heutigen Politik bestimmen, unter welchen Bedingungen zukünftige Generationen in unserem Land leben werden. Die zukünftige Generation, das sind unsere und das sind auch meine Kinder, deren Interessen wir bei all unseren Entscheidungen unter allen Umständen im Blick behalten müssen. Das Plakat mit dem Slogan „Und was ist Ihr Grund für Deutschland zu kämpfen?“, spitzt diese Frage zu und verdeutlicht damit auf sehr eindringliche Weise, worauf es wirklich ankommt. Die überwiegend positiven Reaktionen zeigen, dass die Wähler das verstehen.

Finden Sie jetzt im Bundestagswahlkampf noch Zeit für die Familie?

Ein funktionierendes und geordnetes Familienleben ist mir gerade mit Blick auf meine Kinder sehr wichtig. Und na klar bringt der Bundestagswahlkampf zusätzlich zu den ohnehin schon vorhandenen besonderen Herausforderungen eines Politikerlebens zusätzliche Belastungen mit sich. Aber wir sind zu Hause ein prima eingespieltes Team, welches mit diesen besonderen Gegebenheiten gut zurechtkommt. Zeit für die Familie nehmen wir uns in jedem Fall.

Sie müssen sich gegen massive Angriffe Ihrer Gegner in der AfD zur Wehr setzen, die versuchen, Sie aus der Parteispitze zu verdrängen. Sehen Sie sich im nächsten Bundestag?

Na ja, dass es Anfeindungen gibt, auch aus der eigenen Partei, ist ja kein Geheimnis. Im Kern geht es dabei vor allem um eine bestimmte strategische Ausrichtung der AfD, die ich offen vertrete und für die ich kämpfe. Meine Position zu einem realpolitischen Kurs der Partei wird nicht von allen geteilt. Gleichzeitig bekomme ich aber auch viel Unterstützung – aus den eigenen Reihen, aber auch von außerhalb. Die jüngsten sehr guten Umfragewerte zur Bundestagswahl für die sächsische AfD, deren Vorsitzende ich ja auch bin, bestätigen die Richtigkeit meiner Haltung in dieser Frage.

Politiker wie der Thüringer Landeschef Björn Höcke, die rassistische und rechtsextremistische Ansichten vertreten, gewinnen einen immer größeren Einfluss in der AfD. Sie wollten Höcke aus der Partei ausschließen – das gelang Ihnen jedoch nicht. In welche Richtung entwickelt sich die AfD?

Der Bundesvorstand der AfD hat sich mit Zweidrittelmehrheit für ein Parteiausschlussverfahren ausgesprochen. Über den Ausgang dieses Verfahrens müssen die zuständigen Schiedsgerichte der Partei entscheiden, und ich hoffe, dass das Bundesschiedsgericht am Ende die richtige Entscheidung treffen wird.

„Politischer Salon“ im OZ-Medienhaus

„Politischer Salon“ der OZ – Termine: 4. August, 18 Uhr, Gast: Katja Suding, FDP; 8. August, 18 Uhr, Gast: AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry; 11. August, 12.30 Uhr, Gast: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Bei den Veranstaltungen interviewt OZ-Chefredakteur Andreas Ebel die Gäste, auch Fragen aus dem Publikum sind erwünscht.

Der Eintritt zu allen drei Talkrunden ist frei. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind. <QA0>Leser, die Fragen an die Politikerinnen stellen wollen, können das vorab per E-Mail tun, an: leserreporter@ostsee-zeitung.de.

 Bernhard Schmidtbauer