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Politik Große Anteilnahme nach Sellerings Rücktrittserklärung
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16:46 30.05.2017
Der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schulz spricht im Willy-Brandt-Haus in Berlin zum Rücktritt von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering (SPD). Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Mainz/Berlin/Schwerin

Nach der Rücktrittserklärung von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) haben sich viele Menschen geschockt gezeigt. Kurz nach der Ankündigung am Dienstagvormittag drückten viele Nutzer sozialer Medien ihre Anteilnahme aus. Vielfach wurden dem 67-Jährigen Genesungswünsche für den Kampf gegen die Krebserkrankung gesendet. Bei Twitter war „#Sellering“ zeitweise der meistgenutzte Suchbegriff.

Auch die Politprominenz reihte sich ein: SPD-Chef Martin Schulz zollte Sellering „großen Respekt“ für seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. „Ich weiß, dass ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist“, sagte er am Dienstag in Berlin. Schulz würdigte Sellering als „außergewöhnlichen Politiker“ und „außergewöhnlichen Menschen“.

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich bestürzt. „Mit Erwin Sellering verlieren wir im Kreise der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen einen klugen, erfahrenen und vertrauensvollen Kollegen“, erklärte die rheinland-pfälzische Regierungschefin am Dienstag. Sie wünsche ihm „alle Kraft für den Kampf gegen den Krebs“.

Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner wünschte Sellering alles Gute. Via Twitter sendete er die Botschaft: „Er hat für unser Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern und die SPD Großartiges geleistet“.

Der Schweriner Regierungspartner CDU nahm die Nachricht mit Bedauern auf. „Wir wünschen ihm und seiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit“, sagte Fraktionschef Vincent Kokert. Die CDU stehe weiterhin für eine verlässliche Zusammenarbeit in dieser Regierung.

Auch AfD-Fraktionschef Leif-Erik Holm wünschte Sellering schnelle Genesung und zollte ihm zudem Respekt. „Trotz aller politischen Gegensätze habe ich Erwin Sellering stets als engagierten Diskussionspartner erlebt, der sich für unser Land eingesetzt hat“, so Holm.

Grünen-Chef Cem Özdemir zollte in einem Tweet Respekt: „Darauf achten, was wirklich wichtig ist“. Für die Landespartei erklärte Johann-Georg Jaeger: „Ich habe ihn als Politiker und Ministerpräsidenten sehr geschätzt und bin ihm für seine Arbeit ausdrücklich dankbar. Er hat sich zur Energiewende gestellt, auch wenn es Gegenwind gab und sein Anliegen, ostdeutsche Lebensbiografien zu wertschätzen, habe ich geteilt, auch wenn wir dabei nicht bei jeder Aussage einer Meinung waren.“

Der Generalsekretär der FDP im Nordosten, David Wulff, wünschte Sellering eine schnelle Genesung. „Sollte sich die große Koalition in Schwerin tatsächlich auf Manuela Schwesig als Nachfolgerin einigen, so wünsche ich ihr eine gute Hand für unser Land“, erklärte er.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, dankte Sellering für sein Wirken und die Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren. „Wir wünschen ihm viel Kraft für den Weg, der vor ihm liegt, und baldige Genesung“, sagte Oldenburg am Dienstag. Den Nachfolge-Wunsch des scheidenden Ministerpräsidenten begrüßt die Partei. Sie sehe mit Manuela Schwesig die Möglichkeit, einen wirklichen politischen Neuanfang im Nordosten zu wagen.

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