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Politik „Kleine“ haben etwas von neuer Grundgebühr
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00:00 11.12.1999
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Marlow/Bad Sülze

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Abwasserzweckverband Marlow Bad Sülze hat sein Versprechen eingelöst und der berechtigten Forderung der Rechtshilfegemeinschaft für bezahlbares Abwasser Marlow entsprochen, diese Gebühren nochmals zu prüfen und zu überarbeiten. Namentlich im Interesse der kleineren Haushalte.

Festgeschrieben wurde das u. a. in der veränderten Beitrags- und Gebührensatzung, die am Donnerstag Abend auf der Verbandsversammlung verabschiedet wurde. Danach braucht ab 1. Januar 2000 ein Haushalt entsprechend der Menge verbrauchten Trinkwassers zwischen Null und 50 Kubikmeter nur noch zehn Mark monatlich zu zahlen. Bis jetzt waren es 20 Mark. Haushalte, die 51 bis 100 Kubikmeter verbrauchen, sind künftig mit 15 Mark im Monat dabei. Auch hier eine Einsparung von immerhin fünf Mark. Dazu muss man in Rechnung stellen, dass es in diesen beiden Kategorien um nicht weniger als 341 bzw. 330 Abnehmer geht. Die Zahl der Abnehmer, die mehr verbrauchen, nimmt nach oben hin rapide ab, so dass von dieser Staffelung der Grundgebühr wirklich die kleineren Haushalte profitieren. Keine so schlechte Botschaft an der Schwelle zum neuen Jahrtausend!

Die Einwohnerfragestunde machte erneut deutlich, dass es natürlich nach wie vor Bürger gibt, die gegen den Frischwassermaßstab bei Kleinkläranlagen sind. Und ein Fragesteller äußerte sein Unverständnis darüber, dass seine vollbiologische Kleinkläranlage weiterhin wie eine herkömmliche behandelt wird und einmal im Jahr abgefahren werden muss. Ihm wurde anhand von Untersuchungsergebnissen klar zu machen versucht, dass die Fäkalschlammentnahme aus beiden Anlage-Typen identisch sei. Der Vorteil bei einer vollbiologischen Kleinkläranlage bestehe in einer höheren Reinigungsleistung und sei mit dem Wegfall der Abwasserabgabe verbunden, die das Umweltamt erhebt.

Verbandsvorsteher Richard Rehberg sprach eingangs auch die Außenstände an. Bei Anschlußbeiträgen betragen sie 1,9 Millionen Mark, wovon 300 000 Mark durch Teilzahlungsverträge abgedeckt sind. Bei Abwassergebühren stehen derzeit 230 000 Mark zu Buche. Der Vorstand habe festgelegt, mit Beginn des Jahres 2000 noch einmal die Außenstände komplett anzumahnen und bei erfolgloser Mahnung die Vollstreckungsbeamten zu beauftragen, die Forderungen mit Verzugszinsen einzutreiben. Rehberg bot der Rechtshilfegemeinschaft weitere Gespräche zum „Gesamtpaket“ an.

Von ERWIN GOSSING

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