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Politik Mordanklage gegen Beate Zschäpe
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00:00 01.02.2013
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Berlin

Dies bestätigte die Verteidigerin der Angeklagten, die Berliner Rechtsanwältin Anja Sturm.

Der Prozess gegen die 38-Jährige soll noch im Frühjahr beginnen. Zschäpe wird unter anderem Mittäterschaft an zehn Morden sowie schwere Brandstiftung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Die Morde sollen von den verstorbenen Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos begangen worden sein. Die beiden NSU-Mitglieder hatten laut Anklage aus Ausländerhass neun Geschäftsleute mit ausländischen Wurzeln getötet und eine Polizistin in Heilbronn erschossen. Das Gericht wies mit der Zulassung offenbar die Kritik der Verteidiger Zschäpes an der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft zurück. Nach Auffassung der Anwälte werde darin nicht deutlich, ob Zschäpe die Gründung einer terroristischen Vereinigung oder nur die Mitgliedschaft in einer solchen Gruppierung zur Last gelegt wird. Zudem liegt nach Auffassung der Verteidiger „kein hinreichender Tatverdacht“ dafür vor, dass ihre Mandantin an der Mordserie beteiligt war. Der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, ging unterdessen davon aus, dass bis zu zwölf weitere Rechtsradikale als mutmaßliche Helfer und Unterstützer des NSU angeklagt werden könnten. Er äußerte sich zugleich überzeugt, dass es zu einer Verurteilung des NSU-Mitglieds Beate Zschäpe kommen werde. „Ich halte die Beweislage für ausreichend“, hatte der BKA-Chef gesagt.

Vor dem OLG müssen sich zudem Ralf W. und Carsten S. wegen Beihilfe zum Mord verantworten, weil sie Böhnhardt und Mundlos die Mordpistole, eine „Ceska 83“ mit Schalldämpfer, besorgt hatten.

Angeklagt ist überdies André E. wegen Beihilfe zum Sprengstoffanschlag des NSU in der Kölner Altstadt sowie Holger G. wegen Unterstützung des NSU in drei Fällen.

LN

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