Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Storchenküken schlüpfen: Regen macht Vögeln zu schaffen
Nachrichten MV aktuell Politik Storchenküken schlüpfen: Regen macht Vögeln zu schaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 23.05.2013
Storchennachwuchs. Foto: Bernd Weißbod/Archiv
Storchennachwuchs. Foto: Bernd Weißbod/Archiv
Anzeige
Klepelshagen

In den Storchennestern schlüpfen dieser Tage die Küken. Das kühle Regenwetter ist zwar nicht ideal, aber nach Worten des Landes-Storchenbetreuers Helmut Eggers nicht beängstigend, solange es keine Sturzfluten gibt. Die Nester seien in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr besser besetzt. Eine Wende in dem seit etwa zehn Jahren anhaltenden Abwärtstrend der Storchenzahlen sieht er allerdings noch nicht.

Im Jahr 2004 waren in Mecklenburg-Vorpommern noch 1142 Storchenpaare gezählt worden, 2012 waren es 837. Die Ursache dafür ist Eggers zufolge das schlechtere Nahrungsangebot wegen des ausgedehnteren Anbaus von Saatgras, Mais und Raps.

Nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung, die im vorpommerschen Klepelshagen das Wildtierland betreibt, macht es der Regen Jungvögeln und Vogeleltern schwer. Viele Küken würden nackt und pitschnass im Nest sitzen. „Besonders Nestflüchter wie der Nachwuchs des Kiebitz leiden unter der Nässe“, sagte der Ornithologe Peer Cyriacks. Zudem werde die Nahrung knapp. Insekten, die wichtiges tierisches Eiweiß lieferten, seien schwer zu finden. Fluginsekten fliegen bei Regen nicht, und selbst Raupen verkriechen sich. Leichter habe es nur die Amsel: Sie frisst am liebsten Regenwürmer - und die sind vor der Überschwemmung an die Oberfläche gekrochen.

Deutsche Wildtier Stiftung

dpa