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Politik Terrorschutz: Beton-Poller halten Laster nicht auf
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06:37 28.04.2017
Polizisten und Rettungskräfte sind am 19. Dezember 2016 vor der Gedächtniskirche in Berlin im Einsatz. Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt sind 12 Menschen getötet worden, 55 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Polizisten und Rettungskräfte sind am 19. Dezember 2016 vor der Gedächtniskirche in Berlin im Einsatz. Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt sind 12 Menschen getötet worden, 55 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
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Rostock

Es geschah in Nizza, Berlin, Stockholm: 100 Menschen starben in diesen Großstädten bei Lkw-Anschlägen islamistischer Terroristen. Seit Monaten werden gegen diese Gefahr bei Großveranstaltungen in Deutschland mobile Beton-Sperren eingesetzt. Jedoch: Die großen Blöcke halten einem Angriff mit Lastwagen gar nicht stand. Das haben jetzt zwei Tests der Prüfgesellschaft Dekra in Norddeutschland ergeben.
Ähnliche Beton-Elemente wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt, etwa bei Veranstaltungen in Rostock. In Schwerin wurde die Zufahrt zum Weihnachtsmarkt mit einem quergestellten Lkw versperrt.

Die Blöcke versagten zuletzt bei Tests. Quader und quergestellte Lkw kommen als Sperren auch in MV zum Einsatz.

Für die Sicherheit der Besucher sind in MV die privaten Veranstalter oder bei öffentlichen Veranstaltungen die kommunalen Ordnungsbehörden zuständig, heißt es aus dem Schweriner Innenministerium. Ob die Zufahrt zum Veranstaltungsgelände durch technische Sperren, wie Betonelemente, besonders geschützt werden müsse, hänge auch von der Gefährdungslage ab, sagt ein Sprecher. Die Polizei fungiere als Beratungsinstanz. Für Großveranstaltungen, etwa die Hanse Sail in Rostock, stimme der Veranstalter mit der Polizei ein Sicherheitskonzept ab.

Bei den Tests der Anti-Terror- Sperren fuhr ein Lastwagen mit Tempo 50 auf die Beton-Elemente auf. Der Lkw schob die 2,4 Tonnen schweren sowie einen 1,60 Meter langen und 80 Zentimeter hohen Blöcke mühelos beiseite. Die Aufhaltewirkung sei „relativ gering“, erklärt Dekra-Testleiter Marcus Gärtner. Der getestete Lkw-Typ entspreche dem vom Nizza-Anschlag mit 84 Toten.

Bernhard Schmidtbauer

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