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Politik Vetternwirtschaft im Backhaus-Ministerium?
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08:54 23.05.2015
Agrarminister Till Backhaus (SPD) besetzte eine hochdotierte Stelle in der Landesforschungsanstalt mit der Ehefrau seines Staatssekretärs. Quelle: Frank Söllner
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und sein Staatssekretär Peter Sanftleben (parteilos) stehen wegen einer Stellenbesetzung in die Kritik. Anlass ist die Vergabe eines Chefpostens in der Landesforschungsanstalt. Seit Anfang Mai leitet Sanftlebens Ehefrau, Anke Römer, das zur Landesforschung gehörende Institut für Tierproduktion in Dummerstorf (Landkreis Rostock). Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, war die Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben worden. Bewerben konnten sich nur Mitarbeiter des Instituts und der Landesforschungsanstalt. Es habe nur einen weiteren Bewerber gegeben. Backhaus entschied sich für die Frau des Staatssekretärs.

Ministeriumssprecher Constantin Marquardt verweist darauf, dass ein externer Berater in das Auswahlverfahren eingebunden war. Dieser habe die Bewerbungsunterlagen bewertet. Aus Sicht des Ministeriums verlief die Stellenbesetzung korrekt.

Die Opposition kritisiert die Stellenbesetzung. Der Chef der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Helmut Holter, spricht in einem NDR-Bericht von „Vetternwirtschaft“.

Sanftleben und Römer hatten sich Anfang der 1990er Jahre kennengelernt, als sie als junge Wissenschaftler an der Dummerstorfer Forschungseinrichtung arbeiteten. Peter Sanftleben wurde später Leiter des Instituts und danach Chef der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Gülzow bei Güstrow. Die Berufung von Römer ist zunächst bis 2016 befristet.

<p>Backhaus wies am Freitag den Vorwurf der Vetternwirtschaft zurück. Es habe zwei Bewerber gegeben. Römer, die seit 1992 in der Landesforschungsanstalt arbeitet, habe sich durchgesetzt. „Frau Prof. Dr. Anke Römer hatte das Recht, sich zu bewerben“, so der Minister. „Sie von dem Verfahren auszuschließen, hielte vor keinem Gericht in Deutschland Stand.“ Zudem wolle die Landesregierung mehr Frauen in Führungspositionen.



Elke Ehlers

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