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07:00 11.10.2017
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU, r.) und Rolf Christiansen, Vorsitzender des Landkreistages
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU, r.) und Rolf Christiansen, Vorsitzender des Landkreistages Quelle: Axel Heimken
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Greifswald/Neubrandenburg/Leipzig

Landkreistag berät mit Ministern über neuen Finanzausgleich

Nach der grundsätzlichen Einigung auf den neuen Finanzausgleich zwischen Land und Kommunen geht es nun um die Details der Mittelvergabe. Dazu erwarten die Mitglieder des Landkreistages auf ihrer Mitgliederversammlung heute in Greifswald Auskunft von der Landesregierung. Sowohl Innenminister Lorenz Caffier (CDU) als auch Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) wollen bei dem Treffen von Landräten und führenden Kreistagsabgeordneten dazu Stellung nehmen. Die Kreise erhoffen sich mehr Hilfe vom Land bei der Gestaltung zukunftsfähiger ländlicher Räume. Die Neufassung des Finanzausgleichsgesetzes, das den Kommunen bislang jährliche Zuweisungen von knapp 1,2 Milliarden Euro garantiert, gilt als Schlüsselvorhaben von SPD und CDU.

Mordanklage: Unternehmer aus Siedenbollentin vor Gericht

Neubrandenburg. Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 29-jährigen Frau in Siedenbollentin bei Altentreptow (Mecklenburgische Seenplatte) beginnt heute am Landgericht Neubrandenburg der Prozess gegen einen Unternehmer aus dem Ort. Der 48-Jährige soll die Frau im Mai zunächst sexuell genötigt haben. Als sie sich wehrte, soll er sie getötet haben, um die Straftat zu verdecken. Zeugen hatten den jetzt angeklagten Mann mit einer hilflosen Frau im Auto beobachtet und die Polizei auf dessen Spur gebracht. Nach seiner Verhaftung hatte der Fuhrunternehmer die Vorwürfe gegen ihn weitgehend eingeräumt. Aufgrund seiner Aussage fanden die Ermittler die Leiche in einem sumpfigen Gelände am Dorfrand. Für den Prozess wegen Mordes sind zunächst vier Verhandlungstage geplant.

Kommission untersucht sexuellen Kindesmissbrauch in der DDR

Leipzig. Sexueller Missbrauch von Kindern war in der DDR ein Tabu-Thema. Eine öffentliche Wahrnehmung oder Aufklärung fand so gut wie nicht statt. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs will heute in Leipzig erste Untersuchungsergebnisse vorstellen. In einer öffentlichen Fachveranstaltung sollen Strukturen und Bedingungen aufgezeigt werden, die den Missbrauch ermöglicht und vertuscht haben.

Die Kommission, die im Jahr 2016 ihre Arbeit aufnahm, untersucht sämtliche Formen sexuellen Missbrauchs in der Bundesrepublik und in der früheren DDR. Dazu hört sie unter anderem Betroffene an, wertet Archive aus und analysiert Dokumente. Sie wurde auf Beschluss des Bundestages berufen.

OZ

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