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MV aktuell Politologe: Rechtsextreme Tendenzen in der Landes-AfD
Nachrichten MV aktuell Politologe: Rechtsextreme Tendenzen in der Landes-AfD
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00:00 20.02.2018
Carsten Koschmieder, Experte für Rechtsextremismus, FU Berlin
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Dr. Carsten Koschmieder, Experte für Rechtsextremismus an der Freien Universität Berlin, ist überzeugt: Seit Ex-Parteichefin Frauke Petry vor wenigen Monaten ausgetreten ist, hat es einen weiteren Rechtsruck in der AfD gegeben. „Die AfD wird in vielen Bundesländern und auch im Bund teilweise von überzeugten Rechtsextremen geführt“, so Koschmieder. Insbesondere in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern habe die Partei „kein Problem damit, dass die Parteiführung, die Landtags- und Bundestagsabgeordneten und die Kandidaten Rassisten und Rechtsextreme sind, die ihr Weltbild ganz offen vertreten, die mit anderen rechtsextremen Gruppierungen zusammenarbeiten“. Dies gelte etwa für die „Identitäre Bewegung“ und Pegida, Gruppen, „die ihre Ablehnung unserer Demokratie nicht verheimlichen“. Petry habe solche Tendenzen zumindest noch verhindern wollen. „Jetzt gibt es diese Zusammenarbeit immer offener und mit immer weniger Widerspruch“, so Koschmieder.

Für ihn sei die AfD „offen rassistisch“ und lehne die Demokratie ab, stellt der Berliner Politikwissenschaftler fest. Begriffe wie „Biodeutsche“, wie etwa von AfD-Bundestagsmitglied Enrico Komning verwendet, stünden beispielhaft für „Rassismus“. Vor wenigen Monaten hätte man sich dafür in der AfD noch entschuldigt. Dennoch werde die AfD auch von vielen Menschen unterstützt, die keine Rechtsextremisten seien, so Koschmieder. Das mache die Partei derzeit so stark. Daher gelte es zu differenzieren. „Das macht die Diskussion darüber etwas schwierig.“

OZ

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