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MV aktuell Polizei steckt Lügenbold ins Gefängnis
Nachrichten MV aktuell Polizei steckt Lügenbold ins Gefängnis
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11:57 11.01.2019
Beamte der Bundespolizei patroullieren. Quelle: dpa
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Schwerin

In diesem Fall ist der Lügner der Dumme. Ein 56-Jähriger hat sich am Freitag in den Morgenstunden bei der Polizei am Schweriner Hauptbahnhof gemeldet und eine Anzeige wegen Diebstahls erstattet, wie die Polizei mitteilt. Er gab an, dass ihm in der Vorhalle des Bahnhofes eine unbekannte Person die Geldbörse entrissen habe. Danach soll der Täter geflohen sein. Sofort eingeleitete Ermittlungen der Bundespolizisten ergaben aber, dass sich das mutmaßliche Opfer zum angegebenen Zeitraum gar nicht auf dem Bahnhofsgelände befand. Darauf angesprochen verwickelte sich der 56-Jährige in Widersprüche. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten außerdem die angeblich gestohlene Geldbörse in seiner Hosentasche. Daraufhin räumte der Mann ein, die Tat vorgetäuscht zu haben, um auf diesem Wege eine Bahnfahrkarte zu ergaunern.

Die Anzeige wegen Diebstahls wurde zu Akten gelegt, Stattdessen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat eingeleitet. Und es kam noch dicker für den Mann: Im Rahmen der Personalienüberprüfung stellten die Beamten fest, dass gegen den 56-Jährigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg wegen Diebstahls vorlag. Da er die geforderte Geldstrafe in Höhe von 100 Euro nicht zahlen konnte, kam der Mann in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt, wo er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen verbüßen muss. Ein Bahnfahrkarte braucht er jetzt also auch nicht mehr.

OZ