Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Tödlicher Unfall bei Tribsees: Fahrer zu Bewährungsstrafe verurteilt
Nachrichten MV aktuell

Prozess in Stralsund: Tödlicher Unfall bei Tribsees: Fahrer zu Bewährungsstrafe verurteilt 

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:37 09.12.2019
Amtsgericht Stralsund: Prozess gegen den Autofahrer aus Dänemark, der im August 2018 einen tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn 20 bei Tribsees verursacht haben soll. Quelle: Stefan Sauer
Anzeige
Stralsund

Ein Geländewagen rast in das Stauende und prallt auf einen Kleinwagen. Darin sterben zwei Frauen. Das Amtsgericht Stralsund hat den Unglücksfahrer aus Dänemark zu einem Jahr und sechs Monaten zur Bewährung und zur Zahlung von je 2500 Euro an die Familien der Opfer verurteilt.

Der Staatsanwalt hatte zuvor dafür plädiert, dass der Angeklagte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr erhält und 4000 Euro für soziale Einrichtungen zahlen soll. Die Nebenklage forderte zwei Jahre und zusätzlich zu den 4000 Euro noch 1500 Euro für die Grabpflege des Opfers. Der Verteidiger hatte sich der Forderung des Staatsanwalts angeschlossen.

Opfer um Entschuldigung gebeten

Der heute 37 Jahre alte Mann aus Dänemark war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er war im August 2018 mit seinem Geländewagen bei Tempo 130 bis 160 auf der A20 auf das Auto am Stauende aufgefahren. Der Kleinwagen war dadurch in die Luft geschleudert worden und auf dem Dach liegen geblieben.Die Fahrerin und die Beifahrerin, 34 und 31 Jahre alt, starben am Unfallort. Sie stammten aus Rostock.

Der Mann wurde nach Angaben von Amtsgerichtsdirektor Sascha Ott selbst erheblich verletzt und leidet unter schweren psychischen und physischen Folgen. Er hatte gestanden, den Unfall verursacht zu haben, und bat die Angehörigen der Opfer unter Tränen im Prozess um Entschuldigung.

Wie gefährlich sind Mecklenburg-Vorpommerns Straßen? Jeden Tag ereignen sich durchschnittlich 157 Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Diese traurige Bilanz macht Hoffnungen zunichte, die durch deutlich rückläufige Unfallzahlen und weniger Verkehrstote zu Jahresbeginn entstanden waren. Wie das Innenministerium in Schwerin unter Bezugnahme auf die vorläufige Unfallstatistik bekanntgab, stieg die Zahl der Unfälle auf rund 28 600.

Lesen Sie auch:

Das A-20-Loch bei Tribsees und auch die Behelfsbrücke haben zwei Jahre lang für Negativschlagzeilen gesorgt. Nun beginnt der Wiederaufbau.

Von Axel Büssem

Dem Norweger wird seit neun Jahren vorgeworfen, das 100-Millionen-Projekt Yachthafenresidenz künstlich in zwei geteilt zu haben, um widerrechtlich mehr EU-Fördermittel zu kassieren. Das Landgericht Schwerin zweifelt das an. Die Verteidigung des mitangeklagten Ex-Wirtschaftsministers Ebnet macht den Staatsanwälten schwere Vorwürfe.

09.12.2019

Am Montag geht der Prozess um den gewaltsamen Tod der kleinen Leonie weiter. Vor dem Landgericht Neubrandenburg sagt der beschuldigte Stiefvater, dass die Mutter Leonie geschlagen und getreten habe.

27.12.2019

Am Amtsgericht Stralsund wird gegen einen Mann aus Dänemark verhandelt, der im August 2018 auf ein Stauende beim A-20-Loch gerast war. Zwei junge Frauen aus Rostock starben dabei, er selbst wurde schwer verletzt. Der Angeklagte ist geständig und bereut zutiefst, was geschehen ist.

09.12.2019