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MV aktuell Recycling-Firmen im Visier
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00:00 26.07.2018
Dicke Rauchschwaden zogen am Dienstag über Rostock. Auf einem Recyclinghof der Firma Veolia war ein Brand ausgebrochen. Quelle: Foto: F. Hormann/dpa
Rostock

Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat genug – genug von Großfeuern bei Abfallbetrieben. Vier Mal innerhalb von nicht mal acht Wochen haben Brände auf Deponien oder Recycling-Anlagen in und um Rostock Feuerwehren, Ämter und auch Anwohner in Atem gehalten. Nach dem jüngsten Feuer am Dienstagabend in Hinrichsdorf – dem zweiten Großbrand beim Entsorgungsriesen Veolia – kündigt die Hansestadt nun Konsequenzen an: Matthäus will alle 23 Betriebe der Entsorgungsbranche in der Stadt stärker kontrollieren – und notfalls zu einem besseren Brandschutz zwingen. Und: Der Senator nimmt auch die Bürger in die Pflicht. Sie müssten stärker darauf achten, was sie in den Müll werfen.

„Bei den hohen Außentemperaturen waren die Löscharbeiten dieses Mal besonders anstrengend und gefährlich“, so Senator Matthäus. Mehr als 100 Einsatzkräfte aus Rostock, Bentwisch und Nienhagen waren am Dienstag im Einsatz – unter anderem auch mit Drehleitern und Tankfahrzeugen.

Die Hansestadt gab gestern aber Entwarnung, was eine mögliche Belastung der Luft mit Giftstoffen nach dem Feuer angeht: Das Brandschutz- und Rettungsamt habe weiträumig Messungen durchgeführt – aber keine schädlichen Substanzen nachweisen können. Für Veolia sind die Folgen deutlich weitreichender: Denn dieses Mal brannte es nicht außen, sondern in der Sortierhalle. „Wir wissen noch nicht, ob die Halle zu retten ist oder abgerissen werden muss“, so Veolia-Sprecher Andreas Jensvoldt. Er beziffert den Schaden mit einem „zweistelligen Millionen-Betrag“.

Zur Brandursache gibt es noch keine genauen Angaben: „Unsere Experten sind noch im Einsatz, untersuchen den Brandort“, so Polizeisprecherin Dörte Lembke. Laut Veolia-Sprecher Jensvoldt gilt bislang als wahrscheinlich, dass der Brand in der Anlage selbst ausgebrochen ist: „Die gelben Säcke kommen zunächst in einen sogenannten Quetscher, dann landet der Inhalt über Förderbänder in einem Trommelsieb und wird nach Größe getrennt.“ Irgendwo zwischen dem Quetscher und dem Sieb muss das Feuer ausgebrochen sein – „vermutlich durch einen Stoff, der sich entzündet hat und nicht in den Sack gehörte.“

Unterdessen ist eine Debatte über die Sicherheit der Abfall-Betriebe entbrannt. Rostocks Umweltsenator Matthäus betont: „Wir werden in den kommenden Wochen alle Unternehmen kontrollieren – und setzen dabei neue Prioritäten“, kündigte er gestern an.

am

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