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MV aktuell „Reichsbürger“ verletzt Polizisten in Demmin
Nachrichten MV aktuell „Reichsbürger“ verletzt Polizisten in Demmin
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19:09 26.07.2019
Eine Ausgabe der Zeitschrift «Deutsche Polizei», die von der Gewerkschaft der Polizei herausgegeben wird, liegt auf einem Tisch. (Archivbild) Quelle: Jochen Lübke/dpa
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Demmin

Ein Polizeibeamter ist am Donnerstagnachmittag bei einer Auseinandersetzung mit einem sogenannten Reichsbürger an Handgelenk, Knie und an der Schulter verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten am Nachmittag in die Bahnhofsstraße gerufen. Dort soll der Mann zwei Frauen beleidigt haben, nachdem die sich Sorgen um den Hund des Verdächtigten gemacht hatten.

Die Polizisten forderten den Mann auf, zur Klärung des Sachverhalts stehen zu bleiben, was er jedoch nicht tat. Die Beamten gingen ihm nach und der Tatverdächtige begann schließlich, die Beamten mit seinem Handy zu filmen. Teils befand er sich während der Aufnahmen nur noch in etwa einem Meter Entfernung zu den Beamten und filmte diese augenscheinlich frontal. Im weiteren Verlauf gab sich der Beschuldigte als so genannter Reichsbürger zu erkennen und gab die Zugehörigkeit zur Reichsbürgerszene als Grund an, nicht mit den Beamten reden zu wollen. Zudem teilte er mit, dass er die Videoaufnahmen in eine „Reichsbürgergruppe“ hochladen wolle.

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Beamter dienstunfähig

Trotz mehrfacher Aufforderung, das Filmen zu unterlassen, machte der Beschuldigte weiter. Schließlich schritten die Beamten aktiv ein und brachten das Handy mittels einfacher körperlicher Gewalt an sich. Dabei wurde einer der Beamten am Handgelenk, Knie und an der Schulter verletzt. Er ist bis auf weiteres dienstunfähig.

Ermittlungen gegen Tatverdächtigen

Der Tatverdächtige erlitt leichte Abschürfungen und Hämatome am rechten Arm. Eine ärztliche Begutachtung verweigerte er. Das Handy wurde beschlagnahmt und dient nun weiteren Ermittlungen. Nach der Aufnahme des Sachverhalts durch die Beamten wurde der Beschuldigte vor Ort aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz und Beleidigung ermittelt.

OZ