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MV aktuell Rekord bei Weihnachtsaktion: So viel Geld haben OZ-Leser gespendet
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Rekord bei OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ 2020

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08:01 24.12.2020
Bei der diesjährigen OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ kam so viel Geld zusammen wie noch nie. Quelle: Jana Franke
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Rostock

Solidarität zählt – besonders in diesen Tagen: Die Leserinnen und Leser der OSTSEE-ZEITUNG zeigten auch in Pandemie-Zeiten Herz und haben für verschiedene Projekte im Land gespendet. Bei der diesjährigen Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ kamen so am Ende unglaubliche 312 490 Euro zusammen – ein neuer Rekord und die höchste Summe seit Beginn der Sammlung 1991.

„Dieses Ergebnis macht sprachlos! Die Menschen in MV haben einmal mehr bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen, um jenen zu helfen, die Hilfe nötig haben“, sagt OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und ergänzt: „Dafür danke – an jeden einzelnen Spender.“

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Rostock

In der Hansestadt Rostock wurde für die Klinik-Nannys vom Projekt „Tommy nicht allein“ gesammelt. 84 900 Euro kamen bisher zusammen – das ist der höchste Spendenstand seit 2002. „Diese Summe ist unfassbar. So viel Geld haben wir uns niemals träumen lassen“, sagt der ärztliche Projektleiter Dr. Gernot Rücker. „Das Geld ermöglicht uns nicht nur, Ausstattung und Spielzeug für die Kinder zu kaufen, sondern auch, unsere Projektidee per App anderen Kliniken zur Verfügung zu stellen“, erklärt der Anästhesist.

Rügen

Die Leser auf Rügen haben 34 000 Euro gespendet. Das Geld kommt dem Putbusser Verein „KinderLachen009 Rügen“ zugute, der davon ein großes Kinderfest plant sowie Spezialtherapien wie Reiten und Schwimmen bezahlen will. „Wir sind sprachlos, glücklich und einfach überwältigt und bedanken uns für die Unterstützung. Sie ist sehr wertvoll für uns und unsere Arbeit“, sagt Vereinsvorsitzende Antje Coordt.

Greifswald

Die OZ-Lokalredaktion Greifswald sammelte Spenden für die Tagesstelle des Kreisdiakonischen Werks. 29 711 Euro sind bis Mittwochmittag auf dem Konto gelandet. Die Freude bei Sozialarbeiterin Petra Werner könnte kaum größer sein. Von der Spendenbereitschaft der Hansestädter ist sie überwältigt.

OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“

Seit 1991 sammelt die OSTSEE-ZEITUNG bei der Aktion „Helfen bringt Freude“ in jedem Jahr zur Weihnachtszeit Geld für verschiedene Hilfsprojekte oder Menschen in Not. In all der Zeit sind durch die Hilfsbereitschaft der Leserinnen und Leser gut sechs Millionen Euro zusammengekommen.

Erstaunlich: Trotz der Corona-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen ist dieses Jahr das bisher beste in der Geschichte der Spendenaktion.

„Ich freue mich riesig. Vor allem, weil neben dieser stolzen Summe auch so nette kleine Geschichten passiert sind", sagt Werner und erzählt, wie eine Dame beispielsweise Kaffee und Plätzchen vorbei brachte. Das gesammelte Geld möchte die Tagesstätte, die sich um Menschen in Notsituationen kümmert, in einen neuen Kleinbus investieren. Er wird für Ausflüge und Umzüge benötigt.

Wismar

In Wismar kam die zweithöchste Summe in der 30-jährigen Geschichte der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ zusammen: Insgesamt 42 788,32 Euro sind bis gestern Mittag auf den Spendenkonten des Vereins „Licht am Horizont“ eingegangen. Der engagiert sich für Kinder aus Wohngruppen und Familien, die wenig Geld zur Verfügung haben. Die Mädchen und Jungen werden zu Ausflügen eingeladen, bekommen Förderunterricht, Geschenke zu Weihnachten und eine gemeinsame, schöne Zeit bei Spielenachmittagen und Segeltörns. „Jeder Cent wird für die Kinder genutzt", verspricht der Vereinsvorsitzende Norbert Gelhart.

Bad Doberan

Über 12 100 Euro können sich sieben Schulvereine in Bad Doberan, Neubukow, Kühlungsborn, Satow und Rethwisch freuen. Sie engagieren sich für die Schüler, wollen grüne Klassenzimmer einrichten oder Projektwochen für Sucht- und Gewaltprävention organisieren. „Das ist eine schöne Summe. Jeder Euro ist gut“, sagt Anne-Kathrin Unser, Vorsitzende des Schulvereins der Regionalen Schule mit Grundschule Buchenberg in Bad Doberan.

Stralsund

In Stralsund wurden bei der diesjährigen Weihnachtsaktion insgesamt 50 094,96 Euro gesammelt. Das Geld kommt der Tafel zugute, die davon einen neuen Kühltransporter kaufen will. Damit wurde das Spendenziel von 40 000 Euro deutlich übertroffen. „Von der Spendenbereitschaft der OZ-Leser bin ich überwältigt“, sagt André Waßnick, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes für Stralsund und Rügen. „Das hilft uns, Mittel aus dem Tafeletat für andere Aufgaben der Einrichtung einzusetzen.“

Kommentar zur Rekordsumme für Hilfsprojekte: Warum diese OZ-Weihnachtsaktion so viel Mut macht

Ribnitz

Für den Heimattierhof in Ribnitz-Damgarten sind 20 056 Euro gespendet worden. „Das ist der Hammer. Das hätten wir nicht für möglich gehalten", freute sich Andrea Petrich, Leiterin des Tierhofs an den Ribnitzer Bodden-Kliniken. Der Tierhof ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Kitas und Schulklassen, aber auch für Gäste der Region. Das Klettergerüst ist allerdings marode und musste vor einiger Zeit sogar gesperrt werden. Mit den Spenden der OZ-Leser soll ein neuer Spielplatz finanziert werden.

Grimmen

In Grimmen sind 8971, 11 Euro zusammengekommen. Das Geld kommt der 1. Grimmener Stock-Car-Legion zugute. Diese möchte im Grimmener Hexenkessel neue Räumlichkeiten für die Rennleitung und die Küche installieren. Damit soll die hohe Qualität der Motorsportveranstaltung auch weiterhin gewährleistet sein.

Grevesmühlen

Insgesamt 6935 Euro sind bei der Spendenaktion in Grevesmühlen bisher zusammengekommen, die in diesem Jahr zugunsten der Schulfördervereine der Region und des Hospizes in Bernstorf durchgeführt wird. Bettina Krebs, Leiterin der Einrichtung in Bernstorf, freut sich sehr über die Aktion und die Zuwendung, denn das Hospiz muss fünf Prozent seiner laufenden Kosten, das sind bis zu 100 000 Euro pro Jahr, durch Spenden einwerben. Riesenfreude auch bei den Schulfördervereinen. Lilia Mohrmann, Vorsitzende in Selmsdorf: „So können wir für die nächsten Leseabende in 2021 planen, vielen Dank dafür."

Alle Artikel zur OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ mit den Kontodaten finden Sie hier

Usedom

In Usedom beträgt der finale Spendenstand 22 935 Euro. Mit dem Geld wird gleich mehreren Projekten geholfen – unter anderem dem Wolgaster Rudernachwuchs. „Wir sind total überwältigt von der Spendenbereitschaft der Leser und der Firmen in der Region, die damit die Wertschätzung für Vereine und Coronahelfer zeigen. Gerade auf Usedom und in Wolgast, wo viele Menschen wegen der Pandemie jetzt in Kurzarbeit sind, hat das eine besondere Bedeutung. Wir als Ruderverein können nun die drei neuen Wettkampfboote für die Kinder und Jugendlichen beschaffen - das ist großartig", betont Hartmut Rütz, Vorsitzender des Wolgaster Rudervereins.

Von Claudia Labude-Gericke