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MV aktuell Nach Raserei auf A 20: Polizei gibt Dutzende Sportwagen an Fahrer zurück
Nachrichten MV aktuell Nach Raserei auf A 20: Polizei gibt Dutzende Sportwagen an Fahrer zurück
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18:28 03.05.2019
Der Gesamtwert der Fahrzeuge, die an der Raststätte Fuchsberg festgehalten wurden, dürfte in die Millionen gehen. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Rostock

Nach einem Tag Zwangspause durften die Halter der festgehaltenen Sportwagen auf der A 20 am Freitag weiterfahren. Laut Polizei wurden alle Teilnehmer der „Eurorally“ von Oslo nach Prag belehrt, wie sie sich auf deutschen Autobahnen zu verhalten haben. Ab 13.30 Uhr wurden sie im Viertelstundentakt wieder auf die Strecke gelassen.

Am Donnerstag hatte die Polizei östlich von Wismar 122 Autos aus dem Verkehr gezogen, nachdem mehrere Zeugen gemeldet hatten, dass die Gruppe mit hoher Geschwindigkeit und teils sehr aggressiver Fahrweise unterwegs war. Auch fünf Autos, die bei Grimmen herausgewinkt wurden, sind wieder freigegeben. Insgesamt nehmen wohl rund 150 Fahrer an der „Eurorally“ teil.

Mehr als 100 Sportwagen, die mit Geschwindigkeiten von um die 250 Kilometer pro Stunde über die Autobahn 20 in MV rasen, sind ins Visier der Polizei geraten. Bei der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar sind rund 40 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen worden.

Ursprünglich wollte die Polizei alle festgehaltenen Boliden von der Raststätte Fuchsberg abschleppen lassen. Das konnten die Halter jedoch nach eigenen Angaben verhindern. Ein Fahrer sagte, man habe den Beamten klarmachen können, dass sich die teils extrem teuren Sportwagen nicht ohne Weiteres abschleppen ließen. Vertreten waren unter anderem Nobelmarken wie Porsche, Ferrari oder Lamborghini.

Der Fahrer bestritt auch, dass es sich bei der Veranstaltung um ein Rennen handele. Man habe wohl versäumt, die deutsche Polizei vorher über die Fahrt zu informieren. Die Fahrer übernachteten teilweise in Hotels, andere in der Raststätte, manche sogar in ihren Autos.

Ermittlungen gehen weiter

Bei der Kontrolle der Personalien und der Fahrzeugpapiere habe es keine Auffälligkeiten gegeben, sagte Stefan Baudler, Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock, der OZ. Keiner der Fahrer habe Alkohol getrunken, die Autos seien allesamt in einwandfreiem Zustand gewesen. Gegen die Fahrer werde aber weiter wegen des Verdachts auf Teilnahme an einem unerlaubten Rennen und damit Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Sicherheitsleistungen gegen die zum Teil aus dem Ausland stammenden Halter seien nicht erhoben worden.

Die Polizei überwachte am Freitag die gesamte A  20, um reagieren zu können, falls es wieder zu Rennsituationen kommen sollte. Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns hatte die Polizei zunächst keine weiteren Verstöße gegen die Verkehrsregeln festgestellt.

Am Nachmittag erreichten die ersten Fahrzeuge die polnische Grenze. Die deutsche Polizei hatte zuvor auch ihre polnischen Kollegen gewarnt. Es werden auch weiterhin Zeugen gesucht, denen die Sportwagen negativ aufgefallen sind und die möglicherweise davon auch Videos haben.

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Axel Büssem

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