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MV aktuell SEK-Skandal: Experten nehmen Arbeit auf
Nachrichten MV aktuell SEK-Skandal: Experten nehmen Arbeit auf
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12:52 02.07.2019
„Für diese Beamten ist kein Platz in der Landespolizei.“ Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat jetzt eine Experten-Kommission zur Aufklärung des SEK-Skandals eingerichtet. Quelle: Cornelius Kettler
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Schwerin

Eine unabhängige Experten-Kommission hat die Arbeit aufgenommen, um das Sondereinsatzkommando (SEK) der Landespolizei zu durchleuchten, das wegen Festnahmen zuletzt ins Zwielicht geriet. Bis Ende Oktober sollen Ergebnisse dieser Untersuchung vorliegen, informierte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag in Schwerin. Der Kommission gehören Heinz Fromm, Ex-Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutzes, Friedrich Eichele, Präsident der Bundespolizei, sowie Manfred Murck, ehemaliger Chef des Hamburger Verfassungsschutzes, an.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hatte Mitte Juni vier aktive und ehemalige SEK-Beamte festnehmen und diverse Grundstücke in MV durchsuchen lassen. Die Männer sehen im Verdacht, seit 2012 Munition vom Landeskriminalamt gestohlen zu haben. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler bei einem Beschuldigten mindestens 10000 Patronen und eine Maschinenpistole der Marke „Uzi“. Der Mann gilt als Gründer des rechtsextremen „Prepper“-Netzwerks „Nordkreuz“. In Chats sei „rechtsradikales und rechtsextremistisches Gedankengut“ erkennbar geworden, so Caffier. „Für diese Beamten ist kein Platz in der Landespolizei.“ Vier weitere SEK-Beamte sind versetzt worden.

SEK wird auf den Kopf gestellt

Die Kommission solle nun das SEK auf den Kopf stellen. „Die Vorfälle haben deutlich gemacht, dass die Organisation der Spezialeinheiten sowohl in struktureller als auch in personeller Hinsicht einer Prüfung unterzogen werden muss“, erklärt der Innenminister. Es werde rechtlich abgesichert, dass die Experten unabhängig arbeiten können. So solle unter anderem ergründet werden, ob es Kontakte zu „Preppern“ oder sogenannten Reichsbürgern im SEK gibt. Und, ob die SEK-Strukturen mit Elite-Polizisten solche Kontakte womöglich sogar befördern.

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Frank Pubantz

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