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MV aktuell Schwerins Coach Koslowski: In den Play-offs ist alles möglich
Nachrichten MV aktuell Schwerins Coach Koslowski: In den Play-offs ist alles möglich
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17:22 04.04.2019
Energischer Appell: SSC-Trainer Felix Koslowski redete während des Spiels in Münster auf sein Team ein, das schließlich 3:2 siegte.
Energischer Appell: SSC-Trainer Felix Koslowski redete während des Spiels in Münster auf sein Team ein, das schließlich 3:2 siegte. Quelle: Foto: Jürgen Peperhowe
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Münster/Schwerin

Jennifer Geerties war am Donnerstag erleichtert, als sie um 4 Uhr morgens aus dem Mannschaftsbus des SSC Palmberg Schwerin stieg. „Ich hatte erwartet, dass das Spiel in Münster nicht einfach wird. Aber dass uns so viel abverlangt werden würde, hätte ich nicht gedacht“, sagte die Kapitänin des SSC Palmberg Schwerin, die am Freitag ihren 25. Geburtstag feiert. Ihr Team hatte am Vorabend zwar dank des 3:2 (22:25, 21:25, 25:18, 25:16, 15:11)-Erfolgs das Halbfinale um die deutsche Volleyballmeisterschaft erreicht. Doch es bedurfte eines Kraftaktes, um die Münsteranerinnen in die Knie zu zwingen.

Gegen wen die Schwerinerinnen im Halbfinale antreten werden, steht noch nicht fest. Mögliche Gegner sind Dresden, Potsdam und Vilsbiburg. Spätestens am kommenden Wochenende entscheidet sich, gegen wen der SSC Mitte am Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche sein erstes Heimspiel der Halbfinalserie bestreiten wird. Gespielt wird ab dem Halbfinale im Modus „Best of five“ – die Mannschaft, die drei Spiele für sich entschieden hat, erreicht das Endspiel.

SSC-Trainer Felix Kolsowski möchte diese Zeit für seine Mannschaft mit einer Mischung aus Regeneration und physischer und mentaler Vorbereitung nutzen. „Wir werden in den kommenden Spielen extrem gefordert sein. Es ist wichtig, sich darauf entsprechend einzustellen“, sagt der 35-Jährige, der die Erfahrung aus dem Spiel gegen Münster für wertvoll hält. „Dass wir es so schwer hatten, verdeutlicht, was in entscheidenden Spielen passieren kann. Da ist alles möglich. In der Vorrunde der Meisterschaft haben wir nur insgesamt drei Partien verloren. In den Play-offs muss jeder damit rechnen, auch mal ein Spiel verlieren zu können. Darauf müssen sich erfolgsverwöhnte Spielerinnen einstellen.“ Wie sein Team den 0:2-Rückstand und ein mögliches Entscheidungsspiel abgewendet hat, macht den Trainer zufrieden und stolz. „Wenngleich Münster die ersten beiden Sätze überragend agiert hat – wir haben nie aufgegeben und die Chance genutzt, als sie sich ergeben hat“, meinte Koslowski, der die Leistung von Greta Szakmarý besonders hervorhob. „Sie hatte großen Anteil daran, dass wir dieses Ding noch umgebogen haben“, fügte er hinzu. Außerdem spielten: Ladies in Black Aachen – Dresdner SC 2:3 (25:16, 22:25, 26:28, 25:23, 14:16/Gesamtstand 1:1), VC Wiesbaden – MTV Stuttgart 0:3 (29:31, 21:25, 24:26/Gesamtstand 0:2, Stuttgart im Halbfinale, Rote Raben Vilsbiburg – SC Potsdam (Spiel bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht beendet/Gesamtstand 0:1).

Christian Lüsch