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MV aktuell Saubere Sache: MV hat bestes Badewasser
Nachrichten MV aktuell Saubere Sache: MV hat bestes Badewasser
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00:26 21.05.2015
Schwerin

Mit gutem Gefühl abtauchen: Einheimische und Urlauber können diesen Sommer bedenkenlos in die Ostsee springen, sagt Gesundheitsministerin Birgit Hesse (SPD).

Gleiches gelte für die Seen. Die Wasserqualität von 441 Badestellen im Land sei im vergangenen Jahr als „ausgezeichnet“ eingestuft worden. 35 Strände erhielten das Prädikat „gut“, neun weitere das Urteil „ausreichend“. Vier Badestellen allerdings sind als „mangelhaft“ eingestuft worden: die Glöwitzer Bucht am Barther Bodden, das Salzhaff Roggow, Waren Seeufer an der Müritz und Massow am Massower See (Mecklenburgische Seenplatte). In diesem Jahr werden landesweit 495 Badestellen von den Gesundheitsämtern kontrolliert. Die Messergebnisse sind ab sofort im Internet auf einer interaktiven Karte abrufbar. Die Daten werden fortlaufend aktualisiert.

Bis zum 10. September werden Seen und Strände im Vier-Wochen-Rhythmus beprobt. Augenmerk richten die Kontrolleure dabei auf Darmbakterien, aber auch auf Vibrionen. Die hatten im vergangenen Jahr ein Todesopfer gefordert. Sieben weitere Menschen waren durch die Bakterien schwer erkrankt. Gemessen an den zehn Millionen Badegästen, die pro Jahr an die Küste kommen, seien das tragische Einzelfälle, sagt Heiko Will, Direktor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Dennoch müsse man reagieren. Das Land will Badegäste jetzt mit einem neuen Faltblatt über Risiken durch Vibrionen, aber auch durch Blaualgen und Nesselquallen, informieren. „Wir wollen keine Panik machen, sondern aufklären“, betont Will.

Baden ist in MV zwar eine saubere, aber nicht zwangsläufig auch eine sichere Sache. Allein im vergangenen Jahr ertranken landesweit 28 Menschen — 17 von ihnen starben bei Badeunfällen im Meer. Zu den Opfern zählten auch Einheimische, die Strömungen und stürmische Winde unterschätzt hatten. Vor der Saison mahnen die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) deshalb erneut, Badeverbote dringend zu befolgen. Im vergangenen Jahr waren die vielerorts ignoriert worden — mit tödlichen Folgen. „Wir hissen die rote Fahne nicht zum Spaß“, stellt DRK-Wasserwacht-Chef Thomas Powasserat klar. Wer sich über die Verbote hinwegsetze, riskiere nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der Ehrenamtler. „Besonders schade ist es, dass die, die helfen wollen, dafür oft auch noch beschimpft und bei Einsätzen behindert werden“, sagt Ministerin Hesse.

Sorgen bereiten den Rettungsschwimmern auch die Kinder. Nur jedes zweite in MV kann nach Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen. Die Schwimmfähigkeit habe sich in den vergangenen Jahren rapide verschlechtert, beklagt DLRG-Landespräsident Armin Jäger. „Das muss uns beunruhigen. Wasser ist sehr gefährlich, wenn man nicht richtig schwimmen kann.“ Schwimmen gehöre zwar zum Rahmenlehrplan, werde aber erst ab der dritten Klasse unterrichtet — zu spät. Zudem fehle es an ausreichend Schwimmhallen, damit der Unterricht auch über die Badesaison hinaus funktioniere. Ehrenamtliche Rettungsschwimmer könnten das Defizit im Sommer kaum auffangen. „Wir haben ohnehin nicht genügend Prüfer, die das Seepferdchen abnehmen.“ Deshalb sollen jetzt Kita-Erzieher und Tagesmütter ran: Sie können sich zum Schwimmassistenten ausbilden lassen und dürfen dann selbst Prüfungen abnehmen. „Wir müssen daran arbeiten, dass die Jüngsten so früh wie möglich das Seepferdchen machen. In erster Linie ist das aber die Pflicht der Eltern“, appelliert Familienministerin Birgit Hesse.

Die DLRG hat in diesem Jahr landesweit rund 1500 Rettungsschwimmer an 26 Orten im Einsatz. Die DRK-Wasserwacht mit 1300 Rettungsschwimmern übernimmt in 14 Ostseebädern die Wasserrettung und bewacht zudem 52 Badestellen an Binnenseen.

Sorgenfrei abtauchen

97,6 Prozent aller Bade- gewässer in Deutschland erfüllten im vergangenen Jahr bei der Wasserqualität die europäischen Mindeststandards. Der Großteil der untersuchten 2290 Badeplätze wies bei Proben sogar gute bis ausgezeichnete Werte auf, geht aus dem Bericht der Europäischen Umweltagentur hervor. In MV erhielten im Vorjahr 441 von 489 Badestellen das Qualitätsurteil „Ausgezeichnet“.
• Interaktive Badewasserkarte:
www.badewasser-mv.de



Antje Bernstein

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