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MV aktuell Schwerer Wohnungsbrand in Greifswald
Nachrichten MV aktuell Schwerer Wohnungsbrand in Greifswald
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13:07 08.09.2019
Am Sonntagmorgen ist in Greifswald ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen (Symbolbild). Quelle: Jens Kalaene/dpa
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Greifswald

Am Sonntagmorgen, gegen 07:30 Uhr, meldeten Anwohner eine Rauchentwicklung in einer Wohnung in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses in der Spiegelsdorfer Wende. Die Berufsfeuerwehr Greifswald rückte mit zehn Kameraden und zwei Löschfahrzeugen an und konnte den Brand schnell löschen.

Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass das Wohnzimmer der betroffenen Wohnung vollständig ausbrannte und die anderen Räume aufgrund der Verrußung ebenfalls nicht nutzbar sind. Auch die unter der Brandwohnung befindlichen Räumlichkeiten, sind durch das Löschwasser beschädigt worden.

25 Bewohner wurden wohlbehalten evakuiert

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Bewohner der Etage evakuiert, in der der Brand ausgebrochen war. Andere Bewohner verließen freiwillig das Wohnhaus. Insgesamt haben während der Löscharbeiten 25 Personen das Wohnhaus unverletzt verlassen.

Ersten Ermittlungen zufolge wurde das Feuer in der Nacht zuvor durch eine unbeaufsichtigte Kerze ausgelöst. Durch die Kerze wurde ein darunter stehender Karton entzündet.

Wohnungsinhaber löscht ersten Brand – und verlässt dann seine Wohnung

Der 41-jährige Wohnungsinhaber wurde durch den installierten Rauchmelder auf das Feuer aufmerksam und löschte dieses. Weiterhin öffnete er das Fenster zum Lüften und lies dieses offen. Anschließend begab er sich zu seiner Tante.

Bei den Löscharbeiten zog er sich Verbrennungen zweiten Grades an Knie und Oberschenkel zu. Da sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, forderte er den Rettungsdienst an. Daraufhin wurde der Mann ins Klinikum Greifswald gebracht und dort stationär aufgenommen.

Danach kommt es zum zweiten Brand – hoher Schaden

Nach dem Vorfall hat niemand mehr die Brandwohnung betreten und kontrolliert, ob das Feuer vollständig gelöscht war. Ob eine Selbstentzündung erneut zum Brandausbruch führte, oder ob es eine andere Ursache für das Feuer gibt, muss noch ermittelt werden. Der Kriminaldauerdienst aus Anklam führt noch vor Ort die Ermittlungen.

Zur Klärung der genauen Brandursache wird am Montag ein Brandursachenermittler hinzugezogen. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft sind vor Ort und versuchen, das Löschwasser abzusaugen. Danach wird sich entscheiden, ob die Bewohner auch die Wohnung unter dem Brandort wieder nutzen können. Sollte dies nicht der Fall sein, wird ihnen eine Ausweichunterkunft bereitgestellt.

Klicken Sie sich durch die Fotostrecke zu Bränden, die sich seit 2018 in Mecklenburg-Vorpommern ereignet haben, und passen Sie auf sich auf.

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Von RND/dpa

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