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MV aktuell Sechs Urnengräber aus der Bronzezeit bei Schwerin entdeckt
Nachrichten MV aktuell Sechs Urnengräber aus der Bronzezeit bei Schwerin entdeckt
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17:23 31.07.2019
Fabian Möller, Grabungsassistent beim Landesamt für Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern, legt in einer Baugrube eine Urne frei. Quelle: Büttner/dpa
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Pinnow

Bei Bauarbeiten in Pinnow nahe Schwerin sind sechs Urnengräber aus der jüngeren Bronzezeit entdeckt worden.

Die Bestattungen aus der Zeit um 1000 vor Christus gehören zu einem der größten bekannten Urnenfriedhöfe aus der Zeit in Mecklenburg-Vorpommern, wie Landesarchäologe Detlef Jantzen am Mittwoch sagte.

Eines der größten Gräberfelder aus der Bronzezeit in MV

Bisher seien dort rund 220 Bestattungen entdeckt worden. Archäologische Untersuchungen hat es Jantzen zufolge bereits in den Jahren 2009 und 2014 gegeben. „Es sieht so aus, als ob unmittelbar daneben eine Siedlung war.“ Bei früheren Grabungen seien mehrere Pfostengruben ausgegraben worden, die zu Häusern gehörten.

Eine bereits teilweise ausgegrabene Urne wird vom Landesamt für Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern gesichert. Quelle: Büttner/dpa

Tongefäße zwar zerbrochen, aber komplett erhalten

Die jetzt entdeckten schlichten Tongefäße sind im Laufe der Jahrtausende zerbrochen, aber in allen Teilen erhalten und zusammensetzbar, sagte Jantzen weiter. „Die Funde werden sorgfältig dokumentiert, geborgen und inventarisiert.“ Die jetzt entdeckten Stücke ergänzten das Puzzle für das Besiedlungsbild der Region, die Jantzen zufolge schon in der Steinzeit bewohnt war. „Als das Gräberfeld entstand, haben dort schon seit vielen Jahren Menschen als Bauern gelebt und sind dort sesshaft gewesen“, sagte er.

Fabian Möller fotografiert und dokumentiert eine gefundene Urne. Quelle: Büttner/dpa

Iris Leithold