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MV aktuell Wenn der smarte Butler zu Hause hilft
Nachrichten MV aktuell Wenn der smarte Butler zu Hause hilft
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06:00 21.11.2018
Diskutierten beim Forum "Gesundes Alter(n)" in Linstow miteinander (v.l.): René Gansewig (Neuwoba), Katja Enderlein (Ilwia), André Huysmann (Ilwia), Juliane Rothe (Techniker Krankenkasse), Yvonne Meier (Orthopädie-Technik-Service aktiv GmbH), Andreas Wilmbusse (DKB), Thomas Karopka (BioCon Valley). Quelle: Virginie Wolfram
Linstow

Ältere Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden halten – wie kann das im Flächenland MV mit den vielen kleinen Dörfern und Städten gelingen? Mit diesem Thema haben sich Verantwortliche aus Wohnungs- und Gesundheitswirtschaft am Dienstag beim Forum „Gesundes Alter(n)“ in Linstow beschäftigt.

Klar wurde vor allem eines: Ideen und Innovationen für Wohnen im Alter gibt es im Nordosten viele, aber die Kosten sind ein Problem. Fahrstühle, Sitzflächen in Duschen und Smart-Home-Elemente müssen finanziert werden. „Wie kann ich das erreichen, ohne aber die Miete gleichzeitig zu erhöhen?“, fragt Andreas Breitner, Verbandsdirektor Norddeutscher Wohnungsunternehmen.

Eines von mehreren Vorzeigeprojekten stellte Klaus-Peter Adomeit vor. Der Geschäftsführer der Greifswalder Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft WVG sprach über das plakative Thema „Warum wir einen Butler haben!“. Im ersten Quartal 2019 wird das kommunale Unternehmen die ersten 100 Wohnungen mit dem „Smart Home Service Butler“ - einem Tablet – ausrüsten. Der soll es dem Mieter ermöglichen, den Hauswart bei Problemen per Touchscreen unkompliziert und schnell zu kontaktieren. Außerdem kann der Mieter mit dem Gerät den Herd automatisch abschalten, zu bestimmten Zeiten gedämmtes Licht angehen lassen oder Heizungen unterschiedlich einstellen.

„Dabei bleiben die Daten in der Wohnung und werden nicht erfasst“, betont Adomeit. Dadurch, dass das System angemietet sei, bliebe eine hohe Anfangsinvestition für den Mieter aus. Je nach Gerät entstünden Kosten zwischen 8 und 30 Euro für den Mieter.

Podiumsteilnehmer Wolfgang Gagzow, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft MV, betont, dass sich die Branchen untereinander besser vernetzen müssten, um etwas zu erreichen. „In den letzten 25 Jahren haben Wohnungswirtschaft, Krankenhäuser, Pflegedienste, niedergelassene Ärzte und das Transportwesen jeder für sich seinen Bereich perfektioniert, jetzt muss das Zusammenwirken ausgebaut werden.“ Denn sie alle wollten ja, dass die Menschen in MV so lange wie möglich selbstbestimmt leben können.

Katja Enderlein, Vorstand bei der Initiative „Leben und Wohnen im Alter“ (Ilwia), betonte mit Blick auf die Politik: „Mein Wunsch wäre beim nächsten Mal den Minister tatsächlich herzubekommen, damit dass was wir tun und brauchen, auch bei der Politik ankommt.“ Energieminister Christian Pegel (SPD) hatte seine Teilnahme an der Veranstaltung, die von der Deutschen Kreditbank und BioCon Valley organisiert und von OZ-Geschäftsführerin Imke Mentzendorff moderiert wurde, kurzfristig wegen einer dringenden Angelegenheit abgesagt.

Virginie Wolfram

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