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MV aktuell So können alte Moore in MV wiederbelebt werden
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09:12 10.09.2019
ARCHIV - 06.02.2017, Mecklenburg-Vorpommern, Dierhagen: Bei der Renaturierung der Fischlandwiesen zwischen Dierhagen und Wustrow auf der Ostseehalbinsel Fischland sind Bagger im Einsatz. (zu dpa «Wiedervernässung von Mooren wichtiger Beitrag gegen Klimaveränderung») Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/
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Rostock

Die Wiedervernässung von Mooren kann aus Expertensicht einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei könne Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Rolle spielen, sagte Nicole Wrage-Mönnig von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Rostock vor der Fachkonferenz „Wetscapes“ am Dienstag in der Hansestadt. „13 Prozent der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns sind Moore, aber 90 Prozent davon sind für die landwirtschaftliche Nutzung entwässert worden.“ Die Wiedervernässung senke die Freisetzung schädlicher Treibhausgase.

Wie wird der Verlust von Nutzflächen kompensiert?

Doch der Weg dahin sei komplex, denn es gingen landwirtschaftliche Nutzflächen verloren, sagte Wrage-Mönnig. Daher müssten Wege gesucht werden, wie die Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlicher Moorflächen mit fortgesetzter wirtschaftlicher Nutzung kombiniert werden kann.

Ein vergleichsweise einfaches Beispiel wäre der Anbau von Schilf, das für reetgedeckte Häuser gebraucht werde. „Dafür gibt es in Deutschland eine sehr große Nachfrage, die aus heimischem Anbau nicht gedeckt werden kann und aus dem Ausland importiert werden muss.“

Vorsicht vor Methan

Es müsse beim Wiedervernässen bedacht werden, dass dann der Ausstoß des ebenfalls klimaaktiven Methans auch ansteigen könne. „In einer Übergangsphase können tatsächlich die gesamten Treibhausgas-Emissionen steigen“, erklärte Wrage-Mönnig. Auf lange Sicht werde der Gesamtausstoß von Treibhausgasen zurückgehen.

Folgen des Zweiten Weltkriegs

Ein Großteil der Moore sei nach dem Zweiten Weltkrieg entwässert worden. „Da war die Entwässerung das Mittel zum Zweck und auch für die Nahrungsmittelproduktion für diese Zeit völlig richtig“, sagte Wrage-Mönnig.

Allerdings würden die Konsequenzen davon jetzt verstanden. „Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst werden.“ Immerhin speicherten Moore doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen. Und dieser sei im Moor besser aufgehoben als in der Luft.

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Von RND/dpa

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