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MV aktuell Spahn auf Mission gegen die schlechte Laune
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17:29 22.08.2019
Gegen die schlechte Laune: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Mitte) nach dem Forum beim Selfie mit CDU-Leuten. Quelle: Frank Pubantz
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Schwerin

In medizinischer Versorgung und Pflege soll künftig einiges besser werden, sicherte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag bei einem Forum in Schwerin zu. Das Problem fehlender Ärzte und Pflegekräfte sei aber nicht über Nacht zu lösen.

80 000 Pflegestellen könnten morgen deutschlandweit besetzt sein, so Spahn. „So viele Stellen sind unbesetzt.“ Das Geld sei da. Der Fachkräftemangel habe alle Branchen erreicht. Daher plädiert er für mehr Personal aus dem Ausland, etwa aus dem Kosovo, Vietnam oder Mexiko. Hier allerdings gebe es bürokratische Hürden. Fünf Monate brauche es für ein Visum, muss Spahn sich anhören. Lange dauere auch die Anerkennung beruflicher Abschlüsse. Im Publikum sitzt überwiegend Sachverstand. Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker. Spahn muss sich fragen lassen, warum ausländische Versandketten Rabatte auf Medikamente geben dürfen, niedergelassene Apotheker dagegen nicht. Er steckt Kritik für bürokratische Hürden bei der Einstufung von Pflegeleistungen an Krankenhäusern ein. Er wolle und werde Dinge verbessern, erklärt der Minister. Pflegeleistungen in Krankenhäusern sollten etwa voll vergütet werden, egal wo sie anfallen.

Masern-Impfpflicht: Aus Verantwortung gegenüber anderen

Um mehr Personal für medizinische und Pflegeberufe zu finden, müssten Hürden weg, fordert Spahn. Schulgeld sei nicht mehr zeitgemäß, wenn es gar keine Interessenten gibt. Er wolle aber nicht mehr versprechen, als er halten kann, erklärt der Minister. Und schildert seine Beobachtungen in einem aufgeregten Land: „Ich spüre an vielen Stellen schlechte Laune“, sagt Spahn und fordert offen zum Dialog auf. Dazu gehöre aber auch, Positionen anderer anzuhören, statt im Internet nur zu motzen. Klar spricht er sich für eine Masern-Impfpflicht an Schulen und Kitas aus. Hier gelte: Jeder habe eine Verantwortung gegenüber anderen. Eine Pflicht zum Blutspenden dagegen lehne er ab. Das sei (noch) nicht nötig. Wohl aber müsse es mehr Bereitschaft zur Organspende geben. Um Ärzte in Deutschland zu halten, sollte überall über eine Landarzt-Quote an Universitäten nachgedacht werden. Das hat MV bereits angeschoben: Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) vergibt Zuschüsse zum Studium an Medizinstudenten, die sich auf Zeit verpflichten, im Land zu bleiben.

Von Frank Pubantz

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