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MV aktuell Steine von der Autobahnbrücke: Polizei sucht die Täter
Nachrichten MV aktuell Steine von der Autobahnbrücke: Polizei sucht die Täter
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06:21 31.03.2015
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Rostock

Die Angst fährt mit: Nach dem Anschlag auf einen Kleintransporter am vergangenen Samstag sucht die Polizei weiterhin nach dem Täter. Auf der Autobahn 19 zwischen den Anschlussstellen Glasewitz und Laage (Landkreis Rostock) war von einer Brücke ein Stein auf einen VW Caddy geworfen worden. Experten untersuchten gestern erneut das Fahrzeug, teilte Polizeisprecher Gert Frahm mit. Konkrete Hinweise auf den Täter gebe es noch nicht.

Es ist eine Horrorvorstellung für jeden Autofahrer: Als der 18-jährige Fahrer und seine Beifahrerin (16) gegen 18.30 Uhr in Richtung Rostock unter der Autobahnbrücke Zehlendorf hindurchfuhren, gab es plötzlich einen lauten Knall. Ein Stein hatte ein tennisballgroßes Loch in die Windschutzscheibe gerissen. Der Wagen stieß daraufhin gegen die Leitplanke. Die beiden jungen Leute aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark kamen mit dem Schrecken davon (die OZ berichtete).

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Der Anschlag weckt Erinnerungen an den Autobahn-Mord vor fast genau sieben Jahren. Am 24. März 2008 — einem Ostersonntag — war eine 33 Jahre alte Mutter von zwei Kindern auf der A 29 bei Oldenburg (Niedersachsen) durch einen sechs Kilogramm schweren Holzklotz getötet worden. Ein Drogenabhängiger hatte den Klotz von einer Brücke auf den Wagen fallen lassen. Laut Gericht war der Mann frustriert gewesen, weil er kein Heroin bekommen hatte. Der damals 31-Jährige erhielt eine lebenslange Haft wegen heimtückischen Mordes.

Auf den Straßen kommt es immer zu gefährlichen Attacken — auch in Mecklenburg-Vorpommern: Vor drei Jahren hatte beispielsweise ein Unbekannter von einer Brücke bei Neukloster (Nordwestmecklenburg) mit einem Stein einen BMW getroffen. Im Sommer 2010 bewarfen Kinder einen Notarztwagen auf der Bundesstraße 104 in Gadebusch (Nordwestmecklenburg) mit Steinen.

Als Tatmotiv wird häufig Mutprobe genannt. „Diese Dummejungenstreiche können fatale Folgen haben“, betont die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht MV, Andrea Leirich. Die Verkehrsexpertin fordert harte Strafen: „Diese Taten werden nicht fahrlässig begangen — sondern mit Vorsatz!“

In die geschlossene Psychiatrie war 2009 ein Steinewerfer aus Wittstock/Dosse (Brandenburg) eingewiesen worden. Der damals 20-Jährige hatte von einer Brücke Steine auf Autos auf der A 19 geworfen.

Tatmotiv laut Gericht: Der junge Mann wollte Aufmerksamkeit. Aber nicht nur mit Steinen gefährden Täter den Verkehr: Einkaufswagen, Baumstämme, Baustellenleuchten, eine Betonplatte und eine Holzbank hatten zwei 25-jährige Männer Ende 2014 in mehreren Nächten auf die A 1 geworfen.

Laut einer Untersuchung des Magazins „stern“ haben 60 Prozent der Bundesbürger Angst, dass auf der Autobahn jemand von einer Brücke Gegenstände auf ihr Fahrzeug werfen könnte. Leirich: „Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte sofort die Polizei rufen.“

Für die Tat am Samstag auf der A 19 sucht die Polizei Zeugen: Wer den Unfall oder Personen bei der Brücke gesehen hat, kann sich an die Polizei wenden:

Telefon: 038208 - 8882224



Axel Meyer

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