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MV aktuell Streit um Polizeiwache auf „Fusion“-Festival: Mehr als 70 000 unterschreiben Petition
Nachrichten MV aktuell Streit um Polizeiwache auf „Fusion“-Festival: Mehr als 70 000 unterschreiben Petition
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19:02 07.05.2019
Mehrere Zehntausend Besucher stehen vor der Bühne des „Fusion“-Festivals. (Archivfoto) Quelle: Alexander Müller / dpa
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Lärz/Neubrandenburg

Die Internet-Petition gegen eine Polizeiwache auf dem „Fusion“-Festival in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) stößt auf großen Widerhall: Mehr als 73 000 Menschen haben sie bis zum Dienstagmorgen unterzeichnet. Sie sind „gegen anlasslose Polizeipräsenz auf friedlichen Kulturveranstaltungen“.

Das Festival an der Landesgrenze zu Brandenburg soll vom 26. bis zum 30. Juni ausgerichtet werden. Nach Angaben der Organisatoren werden etwa 70 000 Besucher erwartet.

Zukunft des Festivals unsicher

Der Veranstalter, der Verein Kulturkosmos aus Berlin, wehrt sich dagegen, dass es auf dem Festivalgelände erstmals eine Polizeiwache und zivile Polizeistreifen geben soll. Die Zukunft der „Fusion“ stehe damit auf dem Spiel, argumentiert der Verein.

Der Landkreis und das Amt Röbel/Müritz als Genehmigungsbehörde sowie die Polizei wollen am Dienstagnachmittag in Neubrandenburg zu dem Streit Stellung nehmen.

Veranstalter: „Extreme polizeiliche Forderungen“

Nach Ansicht des Kulturkosmos-Vereins geht es um die „Freiheit von Kunst und Kultur“ und Freiräume in der Gesellschaft. „Es geht also um weit mehr als um die Zukunft unseres geliebten Fusion-Festivals, das durch extreme polizeiliche Forderungen auf dem Spiel steht“, heißt es in der Petition. „Es geht am Ende um die politische Frage, ob es in dieser Gesellschaft weiterhin Freiräume geben kann, die nicht von der Polizei eingeschränkt und mit repressiven Maßnahmen begleitet werden.“

Die Polizei begründete ihre Forderung damit, dass sie keine Übersicht über die Kriminalität auf dem Gelände des Ex-Militärflugplatzes habe und bei der Aufklärung behindert werde. Beamte kämen nur bei Anlässen und mit Verzögerung auf die Fläche.

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Winfried Wagner / dpa