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MV aktuell Sturmtief „Benjamin“: Hochwasser überspült Straßen und Küsten in MV
Nachrichten MV aktuell Sturmtief „Benjamin“: Hochwasser überspült Straßen und Küsten in MV
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15:23 09.01.2019
Der Sturm peitscht die Wellen: Die Jemnitz-Schleuse zwischen Heiligendamm und Börgerende am Mittwoch. Quelle: Anja Levien
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Schwerin

Die zweite Sturmflut des Jahres 2019 hat an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten nach ersten Einschätzungen keine größeren Schäden hinterlassen. In Wismar stieg das Wasser am späten Vormittag auf den Pegelstand von 6,38 Meter, 1,38 Meter höher als normal, sagte Stadtsprecher Marco Trunk am Mittwoch. Mit dem Schiffbauerdamm sei eine Straße gesperrt worden, diese Straße bleibe nur bis zu einer Wasserhöhe von 1,25 Meter über Normal trocken.

Straßen in Wismar überspült

Über die Kaikante sei kein Wasser gekommen, dort muss das Wasser die Zusatzhöhe von 1,50 Meter erreichen. Soweit bekannt, seien in Wismar auch keine Autos im Wasser gestanden. „Es gibt keinen Panikmodus“, betonte Trunk, der nach dem abermaligen Hochwasser binnen weniger Tage nun Gummistiefel im Büro hat. Entspannung war auch im Landkreis Rostock zu spüren. Entlang der Küste seien keine Schäden aufgetreten, sagte Sprecher Michael Fengler.

In Wismar und Rostock ist das Wasser am Mittwochmorgen wieder über die Kaikanten getreten. Andernorts in MV wurden Strände überspült. Alle Bilder hier.

In Rostock mussten einige Straßen wegen Überflutungen zeitweise gesperrt werden, zum Beispiel der Verbindungsweg. Auch Hafenanlagen standen unter Wasser. Vorpommern war dieses Mal nicht so stark betroffen. An der Zempiner Außenküste (Usedom) wurde am Mittwoch trotz des starken Windes weiter gearbeitet. Dort hatte Sturmtief „Zeetjie“ die Dünen stark beschädigt, sie werden derzeit wieder mit Sand stabilisiert.

Wetterprognose: Wind flaut ab

Der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee bezeichnete die Sturmflutlage als nicht außergewöhnlich für Mecklenburg-Vorpommern. „Es bestand keine Gefahr, dass Größeres passiert.“ Die Pegelstände würden nun wieder sinken, für Donnerstag sei auch wieder mit deutlich ruhigerem Wetter zu rechnen.

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut. In der vergangenen Woche waren am Wismarer Hafen bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normal Straßen überflutet und ein Fußweg unterspült worden. Entlang der Küste waren teils schwere Schäden aufgetreten.

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dpa/OZ