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MV aktuell Mutmaßlicher Täter offenbar nur zufällig verhaftet
Nachrichten MV aktuell Mutmaßlicher Täter offenbar nur zufällig verhaftet
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08:51 19.11.2018
Eine Grableuchte steht neben einer Polizeiabsperrung am Eingang zu einem Haus in Wittenburg. Hier ist ein 85 Jahre alter Mann mit einem Messer getötet worden. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Wittenburg

Die schnelle Verhaftung des Tatverdächtigen in dem grausamen Mordfall von Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist offenbar das Ergebnis eines Zufalls. Nach Angaben der Schweriner Staatsanwaltschaft versuchte der 20-Jährige zunächst mit dem Auto seines Opfers zu fliehen. Die Flucht endete allerdings schon nach kurzer Zeit an einer Hecke in der Nähe des Tatorts.

Beamte wussten nichts vom Haftbefehl

Stunden später griffen ihn Autobahnpolizisten im 60 Kilometer entfernten Geesthacht im Nachbarbundesland Schleswig-Holstein auf. Dass der abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan zu diesem Zeitpunkt mit Haftbefehl wegen Mordes gesucht wird, wussten die Beamten anscheinend nicht. Er soll keine Papiere dabei gehabt haben. Weil der Mann unterkühlt war, brachten ihn die Beamten in ein Krankenhaus.

Ein alleinstehender Rentner ist in Wittenburg in der Nacht zu Sonnabend getötet worden. Dringend tatverdächtig ist ein 20-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan, der Arbeiten am Haus des 85-Jährigen ausführte.

Dort sollte er im Laufe des Samstags eigentlich entlassen werden. Die Klinikleitung bestand aber darauf, dass vorher seine Identität festgestellt wird – möglicherweise, um die Kosten der Behandlung abrechnen zu können. Erneut kam die Polizei und führte das sogenannte Fast-ID-Verfahren durch. Damit wurde der Verdächtige identifiziert und anschließend festgenommen.

In Geesthacht festgenommen

Er soll am Samstag um 2 Uhr früh in der mecklenburgischen Kleinstadt einen 85 Jahre alten Rentner mit einem Messer getötet haben. Das Opfer soll zu diesem Zeitpunkt geschlafen haben. Der Afghane, der eigentlich in einer Flüchtlingsunterkunft bei Zwickau lebt, hielt sich in dem Haus des Rentners auf, weil er die Garage aufräumen sollte. Den Gelegenheitsjob hatte ihm die Tochter des Wittenburgers vermittelt, die sich in Sachsen in der Flüchtlingshilfe engagiert. Das Motiv für die grausame Tat – dem Opfer wurde die Kehle durchgeschnitten – ist noch unbekannt. Der Tatverdächtige, der in U-Haft sitzt, schweigt.

Wie er den Weg von Wittenburg nach Geesthacht zurücklegte, ist ebenfalls noch unklar. „Wir wissen nicht, ob er gelaufen ist oder ob ihn möglicherweise ein Auto mitgenommen hat“, sagt Sprecherin Claudia Lange von der Staatsanwaltschaft Schwerin.

Gerald Kleine Wördemann

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