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MV aktuell Terroristen wollen „Ungläubige töten“ – Durchsuchung auch in Ludwigslust
Nachrichten MV aktuell Terroristen wollen „Ungläubige töten“ – Durchsuchung auch in Ludwigslust
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14:32 30.01.2019
Elpersbüttel: Beamte des Bundeskriminalamtes haben am Mittwochmorgen im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein drei Männer aus dem Irak festgenommen, die einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben sollen. Quelle: Karsten Schröder/dpa
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Ludwigslust/Dithmarschen

Die Terrorermittlungen gegen drei mutmaßliche Islamisten aus dem Irak, die am Mittwoch in Schleswig-Holstein festgenommen wurden, reichen auch nach Mecklenburg-Vorpommern. Nach OZ-Informationen wurde am Morgen auch die Wohnung eines Mannes in Ludwigslust durchsucht.

Die betreffende Person gelte bei den Terrorermittlungen bislang nicht als tatverdächtig, habe vermutlich aber in Kontakt zu mindestens einem der Festgenommenen gestanden, hieß es. Dem Vernehmen nach wurden die Spezialkräfte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes bei dem Einsatz in Ludwigslust auch von Kräften der Landespolizei unterstützt. Es sollen etwa 20 Beamte aus dem Nordosten beteiligt gewesen sein.

Ermittlungen führe auch die Staatsanwaltschaft Schwerin gegen den 34-jährigen Iraker, so ein Sprecher. Denn es bestehe der Verdacht des Vorstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Basierend auf diesen Vorwürfen finden Durchsuchungsmaßnahmen bei dem Beschuldigten statt“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat

Drei Männer aus dem Irak wurden in Schleswig-Holstein festgenommen. Wie der Generalbundesanwalt mitteilte, wird zwei Männern im Alter von 23 Jahren die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, einem dritten, 36-jährigen Mann Beihilfe dazu. Die Anschlagspläne seien islamistisch motiviert gewesen.

Der „Spiegel“ hatte zuerst über die Festnahmen berichtet. Nach Informationen von „Spiegel online“ soll es sich um Flüchtlinge handeln. Ein konkretes Ziel für einen Anschlag hätten die Beschuldigten den bisherigen Erkenntnissen zufolge noch nicht ins Auge gefasst, hieß es vom Generalbundesanwalt.

Ein Polizist steht während eines Einsatzes gegen die mutmaßliche Terrorzelle in einem Hauseingang in Elpersbüttel. Quelle: Karsten Schröder/dpa

Ob die Männer in eine terroristische Vereinigung eingebunden waren, müssten die weiteren Ermittlungen klären. Sie werden nun dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, der über den Erlass von Haftbefehlen und den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

Bombenbauanleitung und Fahrstunden

Polizeieinheiten aus mehreren Bundesländern und Spezialeinheiten schlugen ab 6 Uhr zu. Nach NDR-Informationen sollen die Iraker im Ort Meldorf gewohnt haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatten die Männer bereits eine Bombenbauanleitung im Internet heruntergeladen und damit begonnen, aus Silvesterraketen Schwarzpulver zu gewinnen. Zudem hatten sie laut Bundesanwaltschaft eine Zündvorrichtung in Großbritannien bestellt. Sie hätten auch vorgehabt, sich eine Waffe zu besorgen. Einer der Männer habe Fahrstunden genommen, um bei einem Anschlag ein Fahrzeug einzusetzen.

„Ungläubige, aber keine Kinder“ treffen

Laut „Spiegel“ soll einer der Verdächtigen geäußert haben, möglichst viele „Ungläubige, aber keine Kinder“ treffen zu wollen. Ihren Plan hätten die Männer erst nach ihrer Ankunft im Herbst 2015 in Deutschland entwickelt, heißt es in dem „Spiegel“-Bericht. Hilfe dafür hätten sie dabei von einem Unbekannten über den verschlüsselten Messenger „Telegram“ erhalten.

RND/fp/dpa

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