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MV aktuell Tierschützer: Katzensteuer ist totaler Unsinn
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05:00 25.01.2017
Umweltminister des Landes Mecklenburg Vorpommern Dr. Till Backhaus (SPD) Quelle: Norbert Fellechner
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Rostock

Vor allem freilebende Katzen sind eine Gefahr für die Artenvielfalt, da sie bundesweit jährlich Hunderttausende Vögel und Kleintiere töten. Deshalb spricht sich der Deutsche Jagdverband für die Einführung einer Katzensteuer aus. Der Deutsche Tierschutzbund dagegen lehnt eine solche Abgabe vehement ab. Auch Tierschützer in Mecklenburg-Vorpommern und Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) stehen der Idee ablehnend gegenüber.

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Die Katze Aischa hat beim Tierschutzverein Vorpommersche Boddenlandschaft Zuflucht gefunden. Quelle: Tierschutzverein

„Die Idee einer Katzensteuer ist totaler Unsinn“, erklärt Kerstin Lenz, Vorsitzende des Landesverbandes MV im Deutschen Tierschutzbund. „Viel wichtiger ist es, die Katzenpopulation durch Kastration zu reduzieren“, betont Kerstin Lenz. Dazu müsse in MV eine landesweite Kastrationspflicht durchgesetzt werden. „Das ist aber nur durch eine entsprechende Landesverordnung zu erreichen“, sagt sie.

Der Deutsche Jagdverband befürwortet dagegen eine solche Abgabe – unter bestimmten Umständen. An erster Stelle stehe die Kastrations- und Meldepflicht für alle Katzen, die von den Gemeinden verordnet werden kann, erklärt Verbandspräsident Hartwig Fischer. „Wenn das nicht hilft, ist die Politik gefordert, weitere Maßnahmen zu treffen, zu denen auch eine Katzensteuer gehören könnte“, sagt er. Zustimmung kommt vom Landesjagdverband MV. „Wir appellieren an die Tierhalter, ihre Katze oder ihren Kater kastrieren zu lassen“, erklärt Pressesprecher Ulf Peter Schwarz. Das fordert auch Umweltminister Till Backhaus (SPD), der in MV für Tierschutz zuständig ist. „Mit einer generellen Katzensteuer werden all diejenigen bestraft, die verantwortungsbewusst und liebevoll mit ihren Tieren umgehen“, betont er.

Bernhard Schmidtbauer

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