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MV aktuell Tierschützer streiten mit Kommunen über Geld
Nachrichten MV aktuell Tierschützer streiten mit Kommunen über Geld
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00:00 18.03.2013
Eine Katze schaut im Tierheim aus dem Käfig. Tierschützer und Kommunen streiten über die Finanzierung herrenloser Tiere in Heimen. Quelle: dpa
Schwerin

Tierschützer haben von den Kommunen mehr Geld für die Versorgung herrenloser Haustiere in den Tierheimen verlangt. „Wir möchten, dass die Städte und Gemeinden einen Euro je Einwohner und Jahr an die Heime zahlen“, meinte Kerstin Lenz, Vorsitzende des Tierschutzbundes MV. Die meisten Kommunen gäben aber deutlich weniger oder gar nichts.

Die 24 Tierschutzvereine im Land betreiben 18 Auffangstationen oder Tierheime. Dort werden Fundtiere von Hunden über Schildkröten bis hin zu Waranen und Schlangen abgegeben. Für Investitionen in den Heimen stellt das Land jährlich 100 000 Euro zur Verfügung. Für den laufenden Betrieb seien die Vereine hauptsächlich auf Spenden angewiesen, sagte Lenz. Der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern ist dagegen der Auffassung, dass die Kommunen bereits genug zahlen. „Es handelt sich bei den Tieren um Fundsachen, die eine gewisse Zeit aufbewahrt werden müssen. Für diese Zeit zahlen die Kommunen“, sagte Referent Klaus-Michael Glaser. Was darüber hinaus gehe, sei Sache der Tierschutzvereine. Meldet sich der Eigentümer des Tieres, könnten ihm die Kosten in Rechnung gestellt werden.

Glaser zufolge gibt es bei der Forderung der Tierschutzvereine nach einem Euro je Einwohner auch das Problem, dass die privaten Tierheime nichts davon sähen. „Es gibt aber Kommunen, die haben langfristige Verträge mit privaten Tierheimen“, sagte er. Die müssten dann doppelt zahlen. Das gehe nicht.

Bei der akuten Rettung oder Bergung von Tieren sind die Feuerwehren stark gefragt. So rückte die Schweriner Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr zu 49 Tierrettungen aus. In 172 Fällen barg und entsorgte sie Kadaver toter Tiere.

Die „Gefahrenabwehrgruppe Tier“ beim Rostocker Brandschutz- und Rettungsamt meldete steigende Einsatzzahlen, da die Zahl wilder Tiere wie Wildschweine oder Rehe in der Stadt zunehme. Dadurch würden mehr Wildtiere bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet. Derlei Einsätze bezahlt die Stadt. Werde hingegen ein entlaufener Hund ins Tierheim gebracht, müsse der Besitzer den Einsatz bezahlen, sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze. Jährlich fahre das Brandschutz- und Rettungsamt rund 1000 Einsätze.

OZ

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