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MV aktuell Toter Türsteher auf Usedom: Staatsanwaltschaft dementiert Schusswunden
Nachrichten MV aktuell Toter Türsteher auf Usedom: Staatsanwaltschaft dementiert Schusswunden
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19:28 10.05.2019
Auch wenn Dag S. schon Jahre lang auf der Insel Usedom wohnte, hatte er noch immer Bezüge zu Greifswald. Quelle: privat
Swinemünde

Im Falle des toten Türstehers aus Vorpommern wird es nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Stettin noch mindestens zwei Wochen dauern, bis die Obduktionsergebnisse vorliegen. Dag S., der zuletzt auf der Insel Usedom lebte, war am 8. Mai in einem Waldstück eines Stadtteils von Swinemünde tot aufgefunden worden.

Entgegen erster Annahmen wies die Sprecherin der zuständigen polnischen Staatsanwaltschaft, Joanna Biranowska-Sochalska, Spekulationen über Schusswunden am Körper des Mannes zurück. „Das kann ich entschieden dementieren“, informierte sie. Weitere Angaben zum Tod des Mannes machte sie zunächst nicht. Die Umstände sind weiter unklar.

Polnische Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, sagte, seien die polnischen Behörden für die Ermittlungsarbeit zuständig. Grund hierfür ist, dass der Tatort dort vermutet wird. Dag S. war gebürtiger Greifswalder und auch wenn er seit Jahren auf der Insel Usedom lebte, hatte er laut Polizeipräsidium Neubrandenburg noch immer Bezüge zu der Hansestadt. Deshalb wurden dort am Freitag Ermittlungen und Befragungen durchgeführt. In Ahlbeck wurde im Zusammenhang mit dem Fall bereits ein abgestelltes Auto beschlagnahmt, das dem Toten gehört haben soll.

Der Bürgermeister von Heringsdorf, Lars Petersen (CDU), bezeichnete Dag S. als einen bei Einheimischen sehr bekannten Türsteher. Außerdem war der 60-Jährige mehrere Jahrzehnte sportlich aktiv. Als Kraftsportler holte er zu DDR-Zeiten diverse Siege und sogar Weltmeistertitel. Deutschen Behörden zufolge war der Tote polizeilich bekannt.

Jahrzehntelang war der gebürtige Greifswalder Dag S. als Kraftsportler aktiv. Quelle: privat

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Pauline Rabe/dpa

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