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Traurige Bilanz: Schon jetzt drei Verkehrstote mehr als 2018 in MV

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14:05 18.12.2019
In MV sind 2019 schon 89 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. (Symbolbild) Quelle: Monika Skolimowska/dpa
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Schwerin/Rostock

Laut Innenministerium sind bereits zwei Wochen vor Ende des Jahres drei Menschen mehr als 2018 bei Verkehrsunfällen getötet worden. So kamen dieses Jahr 89 Menschen auf den Straßen ums Leben.

Seit knapp einer Woche häufen sich Verkehrsunfälle mit tödlichen Folgen im Nordosten. Die Serie schwerer Unfälle setzte sich am Mittwochmorgen in Mecklenburg-Vorpommern fort.

Mehrere Unfalltote in den vergangen Tagen

Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Rostock sagte, wurde bei einem Zusammenprall mit einem Auto in Schwerin ein 52 Jahre alter Fußgänger so schwer verletzt, dass er am Unfallort starb.

Der 46-jährige Autofahrer habe am Dienstagabend nicht mehr stoppen können, als der Fußgänger plötzlich auf der zweispurigen Einfallstraße stand. Der Fahrer blieb unverletzt. Es war der sechste Verkehrstote innerhalb von sechs Tagen.

Erst Montagabend waren bei einem Zusammenstoß zweier Autos nahe Greifswald drei Menschen gestorben. Dort war ein 27-Jähriger aus bisher ungeklärter Ursache mit dem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Auto zusammengestoßen, in dem zwei Rentner saßen. Alle drei Beteiligten überlebten nicht.

Frontalzusammenstoß auf der B 109 zwischen Diedrichshagen und Hanshagen - drei Tote.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) fordert mehr Vorsicht

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) forderte die Autofahrer in dem Zusammenhang zu mehr Vorsicht auf. Bei schweren Unfällen sei fast immer menschliches Fehlverhalten die Unfallursache, teilte Caffier in Schwerin mit.

Dazu gehörten Missachten der Vorfahrt, überhöhte Geschwindigkeit oder die Ablenkung durch ein Handy am Steuer. Ein Mobiltelefon, das eingeschaltet war, hatten Ermittler auch im Wagen des 27-jährigen Fahrers gefunden, der bei Greifswald auf die Gegenfahrbahn geraten sein soll. Die Untersuchung läuft aber noch.

Unfall durch Vorfahrtsfehler

Einen ähnlichen Unfall wegen eines Vorfahrtsfehler hatte am Dienstagabend auch die Polizei in Rostock wieder aufnehmen müssen. Dort hatte laut Polizei wohl ein Fahrer ein Ampelsignal übersehen.

Ein 27 Jahre alter Autofahrer, der geradeaus wollte, war auf der Bundesstraße 103 mit seinem Auto gegen das Fahrzeug eines 75-Jährigen geprallt, der abbiegen wollte. Beide Fahrer wurden verletzt, der Schaden wurde auf 45 000 Euro geschätzt.

Zahl der Unfalltoten ist auch im Vorjahr gestiegen

Im Jahr 2018 hatte es auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt 57 477 Unfälle gegeben - knapp 900 weniger als im Jahr davor. Trotzdem war die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2017 um 7 auf 86 Getötete gestiegen.

„Gegenseitige Rücksicht und angepasste Geschwindigkeit können schon viel bewirken“, erklärte Caffier. Die Polizei werde weiter kontrollieren, um mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu gewinnen und Verstöße konsequent ahnden.

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Von dpa

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