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Trickbetrug in MV: So oft waren die Täter im Jahr 2021 erfolgreich

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07:14 29.12.2021
Trickbetrüger versuchten es im Nordosten auch 2021 wieder sehr häufig. Zwar klappte es nur in zehn Prozent der Fälle, trotzdem stieg der Verlust der Opfer wieder deutlich. Symbolbild.
Trickbetrüger versuchten es im Nordosten auch 2021 wieder sehr häufig. Zwar klappte es nur in zehn Prozent der Fälle, trotzdem stieg der Verlust der Opfer wieder deutlich. Symbolbild. Quelle: dpa/Julian Stratenschulte
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Schwerin/Neubrandenburg

Trickbetrüger haben in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr mit unterschiedlichen Maschen wieder mehr Geld erbeutet als in den Vorjahren. Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes MV der Deutschen Presse-Agentur sagte, büßten vor allem ältere Menschen bis Ende November insgesamt 2,8 Millionen Euro ein. Das waren rund 900 000 Euro mehr als im gesamten Jahr 2020, als die bisher höchste Betrugssumme zusammenkam.

Von insgesamt 2682 gemeldeten Betrugsversuchen waren 258 Fälle für die Täter erfolgreich. Hier hatte es im Vorjahr 2657 Versuche gegeben, von denen 225 Versuche mit Geldübergaben oder -überweisungen endeten. Die am häufigsten genutzte Betrugsmasche war im Jahr 2021 mit Abstand der Trick, sich als falscher Polizist auszugeben, was etwas mehr als 1000 Mal vor allem mit sogenannten Schockanrufen passierte. Dabei berichten Betrüger per Anruf, dass ein naher Verwandter einen schweren Unfall verursacht haben soll und nun in Haft bleibe, bis der Angerufene Geld für eine Kaution - möglichst ein fünfstelliger Betrag - übergebe oder überweise.

Was die Polizei Opfern rät

Danach folge der klassische Enkeltrick mit 708 Fällen und Gewinnspielversprechen, die in 305 Fällen gemeldet wurden. Die größten Schäden allerdings richteten Betrüger an, wenn sie sich als Bankmitarbeiter ausgaben, die unter anderem angeblich die Kontodaten überprüfen müssten. Hier büßten die Opfer in 37 Fällen insgesamt mehr als eine Million Euro ein.

Die Polizei empfehle daher, weiterhin besonders misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht von selbst mit Namen vorstellt. Bei Geldforderungen sollten die Angerufenen grundsätzlich besser sofort den Hörer auflegen. Im Zweifel sollten die Verwandten zurückgerufen werden.

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Besonders viel erbeuteten Unbekannte im Januar 2021 bei einer 86 Jahre alten Frau in Graal-Müritz bei Rostock, die 300 000 Euro einbüßte. Dort hatte sich ein Anrufer als Sohn ausgegeben. Er habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld, um Schäden zu regeln. Er könne das aber nicht abholen, sondern ein befreundeter Rechtsanwalt.

Von RND/dpa