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MV aktuell Trotz starkem Zuzug – Einwohnerzahl in MV sinkt
Nachrichten MV aktuell Trotz starkem Zuzug – Einwohnerzahl in MV sinkt
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13:37 26.05.2019
Ein verlassenes Haus im Zentrum von Loitz. Trotz des Zuzugs nach Mecklenburg-Vorpommern reicht es nicht für ein deutliches Bevölkerungswachstum. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern ist auch im vergangenen Jahr ein Einwanderungsland gewesen. Das Statistische Landesamt meldete in seinen vier Quartalsberichten für 2018 einen Wanderungsüberschuss von zusammen 7542 Menschen - so viele zogen mehr nach Mecklenburg-Vorpommern als weggingen. Die Zahl der Zuzüge liegt bereits seit 2013 über jener der Wegzüge. Für 2017 hatte das Amt einen Wanderungsgewinn von 8120 Personen gemeldet. Am größten war er 2015, im Jahr des großen Flüchtlingszustroms, mit 19 973.

Einwohnerzahl dürfte trotzdem sinken

Trotzdem dürfte die Einwohnerzahl des Landes im vergangenen Jahr leicht gesunken, im besten Fall gleichgeblieben sein. Denn in den ersten drei Quartalen überstieg die Zahl der Gestorbenen die der Geborenen um 6784. Für das vierte Quartal hat das Statistikamt noch keine Daten vorgelegt. Den Erfahrungen nach dürfte der Sterbeüberschuss im vierten Quartal bei mehr als 1000 liegen. Damit wäre der Wanderungsgewinn schon wieder ausgeglichen.

Größter Teil der Zuwanderung aus dem Ausland

Der größte Teil der Nettozuwanderung nach Mecklenburg-Vorpommern kam im vergangenen Jahr aus dem Ausland. Von dort zogen 4651 Menschen mehr zu als ins Ausland gingen. Innerhalb Deutschlands zieht es besonders viele Brandenburger Richtung Küste: Von dort betrug der Wanderungsüberschuss 980 Personen - so viel wie aus keinem anderen Bundesland.

Die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns beträgt rund 1,61 Millionen. Die jährlichen Veränderungen sind sehr gering: 2015 stieg die Zahl leicht, im Jahr darauf ging sie leicht zurück und 2017 stieg sie wieder leicht auf 1 611 119 Einwohner. Für 2018 liegt die Zahl noch nicht vor. 1990 hatte der Nordosten noch 1,9 Millionen Einwohner. Prognosen gehen bis zum Jahr 2030 von einem weiteren Rückgang aus.

RND/dpa

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