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Umfrage: Wie geht es Schülern, Eltern und Lehrern in MV im Distanzunterricht?

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20:26 13.01.2021
Wie läuft der Schulunterricht auf Distanz in MV? Landesschülerrat und Landeselternrat MV – hier Vorsitzender Kay Czerwinski – haben dazu eine Umfrage gestartet. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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Rostock

Abgestürzte Lernplattform, Distanzunterricht ohne Standards, Kontaktverbot mit Freunden: Schüler und Eltern in MV haben im harten Lockdown derzeit einiges zu erdulden und zu leisten. Landeselternrat und Landesschülerrat wollen jetzt wissen, wie es den Betroffenen dabei geht. Eine Umfrage, die am Mittwoch gestartet wurde, soll Aufklärung bringen.

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Schüler: Weiterer Lernrückstand im Lockdown zu befürchten

„Wir befürchten, dass wir wieder mit einem Lernrückstand in die Schule kommen werden“, erklärt Anton Fischer, Landesschülerrat. Sollte der Lockdown über den 31. Januar hinaus verlängert werden, müssten die meisten Schüler weiter auf Distanz lernen. Eine Ausnahme gilt derzeit für Abschlussklassen. „Wir werden wieder eine lange Zeit brauchen, um alle Rückschritte aufholen zu können“, so Fischer.

Da setzt die am Mittwoch gestartete Umfrage an, die sich Schüler, Eltern und Lehrer richtet. So wollen die Initiatoren wissen, wie Betroffene zu Hause technisch ausgestattet sind, ob es Leihgeräte von Schulen gibt, wie die Schule mit Schülern kommuniziert, ob und wie der Lernstoff im Kinderzimmer ankommt. Die Umfrage – oder besser drei, jeweils eine für Schüler, Eltern und Lehrer – sind auf den Internetseiten des Landesschülerrats und des Landeselternrats einsehbar und bis 27. Januar geschaltet. In den ersten drei Stunden nach der Freischaltung der Fragebögen im Internet seien rund 3000 Rückmeldungen eingegangen, berichtete der Vorsitzende des Landeselternrates, Kai Czerwinski. Nach den Winterferien Ende Februar sollen sie ausgewertet werden.

Hier geht es zu den Umfragen:

Fragebogen für Lehrer zum Distanzunterricht

Fragebogen für Eltern zum Distanzunterricht

Fragenbogen für die Schüler zum Distanzunterricht

„Diese Umfrage dient aber nicht nur der Aufdeckung von erwarteten Defiziten, sondern auch dazu, um positive Lösungen und Beispiele zu erkennen und diese zu publizieren“, erklärt Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrates. „Viele Lehrer und Schüler leisten gerade überdurchschnittliche Arbeit, und wir wollen wissen, wie das möglich ist.“

Von Frank Pubantz