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MV aktuell Umsatzplus in der Bauwirtschaft in MV – Wohnungsbau schwächelt
Nachrichten MV aktuell Umsatzplus in der Bauwirtschaft in MV – Wohnungsbau schwächelt
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15:10 29.01.2019
Im Rostocker Petriviertel an der Warnow entsteht in bester Lage das Pier 48 mit zahlreichen Wohnungen. Quelle: Frank Söllner
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Schwerin

Bund, Land und Kommunen haben der Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern im Vorjahr viel Arbeit beschert. Mit einem Umsatzvolumen von 512 Millionen Euro war der öffentliche Bau bis einschließlich November die stabilste Säule der Branche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die von der öffentlichen Hand in Auftrag gegebenen Bauleistungen um 19,5 Prozent. Das geht aus der jüngsten Statistik hervor, die der Bauverband des Landes am Dienstag in Schwerin veröffentlichte.

Demnach legte der Umsatz im Wirtschaftsbau um 8,5 Prozent zu und erreichte Ende November 455 Millionen Euro. Der lange Zeit boomende Wohnungsbau blieb indes mit 369 Millionen Euro um 11,9 Prozent hinter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis zurück. Insgesamt legte die Baubranche im Nordosten in den ersten elf Monaten mit einem Umsatz in Höhe von gut 1,3 Milliarden Euro um 5,5 Prozent zu.

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„Dies ist nach wie vor erfreulich und zeigt den Aufwärtstrend der Branche deutlich“, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Jörg Schnell. Doch verwies er zugleich darauf, dass sich das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr halbiert habe und Mecklenburg-Vorpommern auch gegenüber den anderen Ost-Bundesländern deutlich zurückliege. Im ostdeutschen Durchschnitt habe das Umsatzplus Ende November 12,3 Prozent zum Vorjahr erreicht. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Investitionsquote erhöhen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren“, mahnte Schnell.

Allerdings zeichnet sich im öffentlichen Bau für die nächste Zukunft nur ein verhaltenes Wachstum ab. Die Auftragseingänge gingen bis Ende November nur um 2,9 Prozent nach oben, ein ähnliches Plus wie im Wohnungsbau. Insgesamt lag das Auftragsvolumen dank eines etwas stärker anziehenden Wirtschaftsbaus bei 3,2 Prozent.

Die insgesamt gute Lage am Bau zeigt sich auch im Beschäftigungszuwachs. Laut Statistik hatten die Baufirmen mit mehr als 20 Mitarbeitern im Nordosten Ende November 9560 Beschäftigte. Das waren 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt zählt die Baubranche im Land nach Verbandsangaben 15 500 Beschäftigte.

Frank Pfaff