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MV aktuell Umstrittene Giftmüll-Deponie Ihlenberg soll 2035 geschlossen werden
Nachrichten MV aktuell Umstrittene Giftmüll-Deponie Ihlenberg soll 2035 geschlossen werden
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11:51 21.08.2019
Die Minister Harry Glawe, Reinhard Meyer und Till Backhaus sind sich einig: Die Deponie Ihlenberg wird abgespeckt. Gutachter Tilmann Schweisfurth (2.v.l.) hat es so empfohlen. Quelle: Frank Pubantz
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Schwerin

Die umstrittene Deponie Ihlenberg des Landes in Selmsdorf (Kreis Nordwestmecklenburg) soll im Jahre 2035 geschlossen, die Mengen angenommenen Sondermülls bereits ab 2020 um 25 Prozent reduziert werden. Darauf haben sich Finanzminister Reinhard Meyer, Umweltminister Till Backhaus (beide SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) verständigt.

Basis dieser Entscheidung ist ein jetzt vorliegender Sonderbericht zu Vorwürfen und Zukunft der Deponie. Gutachter Tilmann Schweisfurth stellt fest: Es habe Mängel bei Risikomanagement und Mengen-Kontrollen auf der Deponie gegeben. Grundsätzlich gebe es aber keine Rechtsverstöße, die Deponie habe Bestandschutz.

Mehrkosten von rund 117 Millionen Euro für das Land erwartet

Massive Kritik gab es im Vorjahr an der Deponie wegen angeblicher Grenzwertüberschreitungen bei Müll. Künftig solle die Sicherheit erhöht, die Müllannahme besser kontrolliert, ab 2020 Müll nur noch aus norddeutschen Ländern angenommen werden. So sehe es ein Vorschlag an das Regierungskabinett vor.

„Wir steuern um in einen anderen Modus, in den Abschluss der Deponie“, so Backhaus. Dazu müsse die Betreibergesellschaft umgebaut, Personal reduziert werden. Das Land müsse mit etwa 117 Millionen Euro Mehrkosten für die Renaturierung der Deponie rechnen. Zu klären sei auch, wo ab 2035 Sondermüll des Landes gelagert wird – womöglich in einer neuen Deponie.

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Von Frank Pubantz

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