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MV aktuell Umwelthilfe fordert Feuerwerksverbot für Rostock – das sagt die Stadt dazu
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19:21 23.10.2019
Silvester am Rostocker Stadthafen: Ist es mit solchen bunten Bildern bald vorbei? Die Deutsche Umwelthilfe hat ein Böller-Verbot für die Hansestadt beantragt. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock/Schwerin

Steht den größten Städten im Land schon ab diesem Jahr ein ruhiger und dunkler Jahreswechsel bevor? Die Deutsche Umwelthilfe hat für 98 Städte bundesweit ein Verbot von Böllern und Feuerwerk in der Silvesternacht beantragt – auch für Rostock und Schwerin.

Der Verein begründet seinen Vorstoß mit der hohen Feinstaubbelastung in der Luft. Auch in der Hanse- sowie die Landeshauptstadt würden Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschritten.

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Sollen Silvesterböller in Rostock und Schwerin verboten werden?

Zu laut und zu viel Staub

Die WHO hatte erst jüngst empfohlen, eine Feinstaubbelastung von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel nicht zu überschreiten. In Rostock, so die Deutsche Umwelthilfe, liege der Jahresdurchschnitt mit 24 Mikrogramm je Kubikmeter bereits über diesem Wert. „Wir wünschen uns weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere durch archaische Schwarzpulver-Böllerei“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe.

Statt Feuerwerk zu verbrennen, sollten die Städte lieber auf Licht-Inszenierungen setzen. Rostock ist in diesem Punkt bereits vorbildlich – mit dem jährlichen „Turmleuchten“ am 1. Januar in Warnemünde.

Rostock und Schwerin „prüfen“

Neu ist das drohende Böller-Verbot für die Stadtverwaltungen in Rostock und Schwerin nicht: Die Kommunalpolitik in der Landeshauptstadt hat Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) schon vor Monaten beauftragt, ein Böller-Verbot zu prüfen. Daran werde noch gearbeitet. Auch in Rostock war ein Verbot bereits zum Jahresbeginn ein Thema. Damals sah die Hansestadt allerdings keine rechtliche Grundlage für ein generelles Verbot.

Aber: Rostock schränkt das Böllern schon jetzt im Umfeld von Kliniken und Altenheim sowie reetgedeckten Häusern ein. Aus Sicherheitsgründen waren auch Verbote für Feuerwerk im Stadthafen und Warnemünde im Gespräch. „Viele Menschen, auch ich, können der Silvester-Knallerei nicht viel abgewinnen“, hatte Rostocks Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) damals bereits gesagt.

„Die Nacht des Mülls“

Jetzt heißt es aus dem Rostocker Rathaus: „Wir werden den Antrag der Deutschen Umwelthilfe natürlich prüfen, auch die neuen rechtlichen Hinweise“, so Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) fordert eine Grundsatz-Entscheidung der Stadtpolitik: „Silvester ist die lauteste, die stickigste, die dreckigste – aber auch die lustigste Nacht des Jahres.“ Aus Umwelt- und Gesundheitsgesichtspunkten sei er für ein Verbot: „In keiner anderen Nacht fällt so viel Plastikmüll an.“ Allein in Schwerin müssen pro Jahr 1,5 Tonnen Müll nach der Knallerei entsorgt werden.

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