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MV aktuell Unfälle in MV: Immer mehr Tote und Verletzte auf unseren Straßen
Nachrichten MV aktuell Unfälle in MV: Immer mehr Tote und Verletzte auf unseren Straßen
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19:21 01.05.2019
Hauptunfallursache war auch im Jahr 2018 wieder die erhöhte Geschwindigkeit (Symbolbild). Quelle: Patrick Seeger / dpa
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Schwerin

Obwohl es auf den Straßen im Nordosten seltener krachte, sind 2018 mehr Menschen bei Unfällen verletzt oder getötet worden als im Vorjahr. Es gab 86 Verkehrstote - 7 mehr als 2017, dem Jahr mit dem bisherigen Tiefstand. Verletzt wurden 7011 Menschen, wie der Inspekteur der Landespolizei, Wilfried Kapischke, bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik am Dienstag in Schwerin erklärte.

Insgesamt ereigneten sich den Angaben zufolge 57 477 Unfälle - knapp 900 weniger als im Vorjahr. Allerdings sei der Rückgang ausschließlich durch einen Rückgang bei Unfällen mit reinen Blechschäden verursacht, in allen anderen Bereichen seien die Zahlen gestiegen. Die meisten Verunglückten waren Pkw-Insassen (3946), gefolgt von Fahrradfahrern (1556).

Hauptunfallursache in MV: Die Geschwindigkeit

Hauptunfallursache bei Crashs mit Toten oder Schwerverletzten blieb überhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von Vorfahrtsfehlern und zu geringem Sicherheitsabstand. Besonders gefährliche Orte sind demnach Alleestraßen: Allein 34 Menschen starben beim Zusammenstoß von Autos mit Bäumen, sagte Kapischke.

Wie gefährlich sind Mecklenburg-Vorpommerns Straßen? Jeden Tag ereignen sich durchschnittlich 157 Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Diese traurige Bilanz macht Hoffnungen zunichte, die durch deutlich rückläufige Unfallzahlen und weniger Verkehrstote zu Jahresbeginn entstanden waren. Wie das Innenministerium in Schwerin unter Bezugnahme auf die vorläufige Unfallstatistik bekanntgab, stieg die Zahl der Unfälle auf rund 28 600.

Schon bei 55 km/h könnten Insassen schwere Verletzungen erleiden. „Bei einem Crash mit 90 km/h, eine durchaus realistische Geschwindigkeit in Alleen, in denen Bäume ungeschützt am Straßenrand stehen, zerteilt der Baum das Auto regelrecht.“ Im Juni solle deshalb eine neue Präventionskampagne zu den Risiken bei der Befahrung von Alleen vorgestellt werden, sagte Maik Schröder vom Verkehrsreferat des Innenministeriums.

Kommentar: Im Blindflug in die Katastrophe

Mehr Kontrollen oder mehr Regelwidrigkeiten?

Die Polizei registrierte unter anderem mehr Verstöße wegen zu schnellen Fahrens (+9,5 Prozent), Handynutzung (+13 Prozent), Alkoholisierung (+11,7 Prozent) und Drogeneinfluss (+16,9 Prozent). Ob die Zunahme nur auf häufigere Kontrollen oder auf eine tatsächliche Zunahme von regelwidrigem Verhalten zurückgehe, könne er nicht sagen, da über die Zahl der Kontrollen keine Statistik geführt werde, sagte Kapischke. Im Fall von Drogenkontrollen seien die Beamten aber besser und spezieller geschult.

RND/dpa

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