Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Unternehmer fordern schnelles Internet
Nachrichten MV aktuell Unternehmer fordern schnelles Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:43 05.03.2015
In dem Verteilerpunkt laufen zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammen. Auch abgelegene Regionen sollen bis spätestens 2018 schnelles Internet haben. Das ist ein Kernpunkt der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung.
In dem Verteilerpunkt laufen zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammen. Auch abgelegene Regionen sollen bis spätestens 2018 schnelles Internet haben. Das ist ein Kernpunkt der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
Anzeige
Schwerin

Lahmes Internet: Unternehmer kritisieren den stockenden Ausbau schneller Datennetze in Mecklenburg-Vorpommern. „Da haben wir deutliche Defizite“, sagte der Präsident des Unternehmerverbands Mecklenburg-Schwerin, Rolf Paukstat, gestern in Rostock. Vor allem auf dem Land hinkt der Nordosten hinterher.

Die Bundesregierung hat sich die flächendeckende Auslastung mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bis 2018 auf die Fahnen geschrieben. Von dem hehren Ziel ist MV jedoch weit entfernt: Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro wären nötig, um das ganze Land per Glaserfaserkabel anzuschließen, schätzte der Präsident des Unternehmerverbands Rostock-Mittleres Mecklenburg, Frank Haacker. Bislang hat das Land rund fünf Millionen Euro pro Jahr in den Ausbau investiert.

Mindestens 400 000 Haushalte und Gewerbetreibende müssten in MV noch mit leistungsfähigen Anschlüssen versorgt werden, erklärte der der Geschäftsführer des Marlower Unternehmens Telcomm Jeske und Co, Wolfram Jeske.

Zudem wollen die regionalen Unternehmen mehr am Ausbau des Breitbandnetzes in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt werden. Es sei erkennbar, dass mit der Deutschen Telekom nur ein einziger Anbieter bevorzugt werden könnte. Dieser Anbieter könne aber sicher nicht überall gleichzeitig bauen. Einwohner in einigen Regionen müssten dann länger auf einen leistungsfähigen Breitbandanschluss warten, als wenn mehrere Anbieter beteiligt sind. Zudem würde in dem Fall, dass nur ein Anbieter zum Zuge kommt, auch nur eine Technologie verwendet.



OZ