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MV aktuell Urlaubswelle rollt an: Am A-20-Loch droht Dauerstau
Nachrichten MV aktuell Urlaubswelle rollt an: Am A-20-Loch droht Dauerstau
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19:19 28.03.2018
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Rostock

Kostenloses Frühstück und Wellness gegen den Stau: Ostern wird an der Ostseeküste der erste große Gästeansturm nach dem Einsturz der A 20 bei Tribsees erwartet. Seit Oktober 2017 ist die Küstenautobahn westlich der vorpommerschen Kleinstadt gesperrt, Autofahrer müssen den mittlerweile berühmt gewordenen Asphaltkrater auf einspurigen Ausweichstrecken weiträumig umfahren. Vor allem an den An- und Abreisetagen droht Dauerstau.

Katzen- wäsche, kurzes Frühstück und dann ab ins Auto.Christian Hieff ADAC Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal

Damit es nicht ganz so schlimm wird, bereiten Hotels und Pension ihre Besucher vor. „Wir raten unseren Gästen, früher von zu Hause loszufahren“, sagt Sebastian Ader, Hotelier und Vorsitzender des Tourismusverbandes der Insel Usedom. Das Staurisiko sei von 10 bis 13 Uhr am höchsten. „Katzenwäsche, kurzes Frühstück und dann ab ins Auto“, meint ADAC-Sprecher Christian Hieff.

Wer den Rat beherzigt und früh aufbricht, bekommt beispielsweise in Aders Hotels „Kaiser Spa zur Post“ und „Villa im Park“ in Bansin zur Belohnung kostenloses Frühstück serviert. Am Abreisetag dürfen Urlauber bis 18 Uhr umsonst die Wellnessangebote nutzen, als Anreiz für eine spätere Heimfahrt.

„Wenn nicht alle gleichzeitig losfahren, wird die Situation entzerrt und es bleibt hoffentlich ein bisschen ruhiger“, sagt Hartmut Kolschewski, parteiloser Bürgermeister von Lindholz. Zu seiner Gemeinde gehören die Orte Langsdorf und Böhlendorf, durch die zurzeit der gesamte Autobahnverkehr geleitet wird. Das Schlimmste seien die Abgase. „Gegen den Lärm hilft es, die Fenster zu schließen.

Aber gegen den Gestank kann man nichts machen“, sagt der Bürgermeister.

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hatte eine Verbreiterung des An- und Abreisekorridors bei den Tourismusverbänden ins Gespräch gebracht, auf Bitten genervter Anwohner bei Tribsees. Ostern gilt als Test für die Hochsaison im Sommer. Gut ein Drittel der Usedom-Urlauber kommen aus Richtung Hamburg und müssen am Autobahn-Loch vorbei. Auf Rügen sind es mehr als die Hälfte. Hier gibt es ähnliche Aktionen.

„Wir rufen die Übernachtungsbetriebe auf, ihren Gästen eine spätere Abreise zu ermöglichen“, sagt Stefanie Lemcke von der Rügener Tourismuszentrale. Am Karfreitag, wenn es auf den Straßen erfahrungsgemäß besonders voll wird, hat die Rügener Tourismuszentrale von 10 bis 16 Uhr eine Telefonhotline für anreisende Gäste eingerichtet. Bis 10 Uhr sollte man das Loch von Tribsees passiert haben, rät Lemcke. Und wenn sich alle daran halten? Gibt es dann genauso viel Stau, bloß früher? „Nein, die meisten werden trotzdem nach 10 Uhr kommen“, meint der Usedomer Hotelier Ader.

Dann dürften die Wartezeiten in Tribsees eine bis zwei Stunden betragen.

Weitere Stauwarnungen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es für die Ostertage unter anderem für die A 19 an der Petersdorfer Brücke (Mecklenburgische Seenplatte) sowie an der Meiningenbrücke auf dem Weg zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Seiten 6 und 8

Gerald Kleine Wördemann

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