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MV aktuell Van der Valk: Windparks bedrohen Geschäft
Nachrichten MV aktuell Van der Valk: Windparks bedrohen Geschäft
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00:00 25.04.2014
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Linstow

Windenergie und Tourismus vertragen sich wohl nur mit gebührendem Abstand. „Das kann man ja bei den Offshore-Windparks in der Ostsee sehen, die so weit draußen geplant werden, dass sie vom Strand aus nicht sichtbar sind“, argumentiert Vincent van der Valk. Der Geschäftsmann aus Holland, der bei Linstow (Landkreis Rostock) einen der größten deutschen Ferienparks betreibt, ist jetzt selbst betroffen. Um den Ferienpark mit 2500 Betten und 250 Beschäftigten plant die Raumordnungsbehörde zwei Windparks auf 230 Hektar. „Das will kein Urlauber sehen “, sagt er.

Neben der Hotelgruppe, die weitere Häuser im Nordosten und im Harz sowie die Skihalle Wittenburg betreibt, haben auch die IHK Rostock und mehrere Reiseveranstalter die Pläne kritisiert. Am 5.

Mai sollen die Vertreter des Planungsverbandes in Güstrow über das weitere Vorgehen entscheiden. Vor 13 Jahren wurde das Ferienresort an der Autobahn 19 Berlin-Rostock eröffnet. Rund 70 Millionen Euro hat der Holländer damals auf einem Acker westlich der Autobahn in ein Hotel, 200 Ferienhäuser, Spaßbad, Restaurants und die nötigen Urlauberanlagen investiert. 20 Millionen Euro Umsatz macht der Ferienpark nach seiner Aussage im Jahr. Mit Häusern in Serrahn, Drewitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) sowie Hotel und Skihalle in Wittenburg und Spornitz bei Parchim ist Van der Valk größter Hotelier im Nordosten Deutschlands. 500 Menschen arbeiten direkt bei der Firma.

„Wir überlegen gar noch, ob wir nördlich von uns auch noch einen Vergnügungspark bauen“, sagt van der Valk. Die Urlauberregion wurde früher durch ein Vorranggebiet Tourismus geschützt. Im Zuge der Energiewende werden die Gebiete nun in die Windenergie-Planung einbezogen. Ein Schildbürgerstreich“, meint Van-der-Valk-

Sprecher Volker Wünsche.



OZ

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