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MV aktuell VerheerenderSturm: Aufräumen an der Ostseeküste
Nachrichten MV aktuell VerheerenderSturm: Aufräumen an der Ostseeküste
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00:05 20.01.2018
Im Schneetreiben war die Wolgaster Peenebrücke am Donnerstagnachmittag nur schemenhaft zu erkennen.
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Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Lage auf den Straßen nach Sturmtief „Friederike“ gestern wieder normalisiert. Es gebe keinerlei Vollsperrungen von wichtigen Straßen mehr, teilte die Polizei mit. Auch im Bahnverkehr rollen fast alle Züge im Land wieder, wie ein Sprecher der Bahn in Berlin sagte.

Die Polizei meldet knapp 200 Unfälle / Züge fahren wieder / Bergungsarbeiten auf A 11

Einschränkungen mussten Bahnreisende allerdings zunächst noch zwischen Rostock und Hamburg hinnehmen, wo wegen Problemen bei der Organisation des Fahrplans noch keine Fernzüge fuhren. Wegen der vielen umgestürzten Bäume war auch noch kein Zugverkehr zwischen Nassenheide und Oranienburg in Brandenburg möglich. Das führte dazu, dass Reisende von Rostock und Stralsund über Neustrelitz nach Berlin in Nassenheide in Busse umsteigen mussten. Am Flughafen Rostock-Laage lief der Betrieb nach Plan, nachdem am Donnerstag zwei Flüge ausgefallen waren.

Auch die Straßen waren wieder weitgehend frei befahrbar. Allerdings konnte auf der A 11 StettinBerlin ein Lkw, der kurz hinter der Grenze bei Pomellen in eine Leitplanke gerutscht und liegengeblieben war, erst im Laufe des Tages geborgen werden. Die Autobahn war jedoch nicht gesperrt.

In Wahrsow (Kreis Nordwestmecklenburg) fiel für Schüler gestern noch einmal der Unterricht aus. Das sei mit Blick auf die Wetterverhältnisse zum Schutz der Kinder entschieden worden, hieß es.

Starker Schneefall hatte am Donnerstag für erhebliche Behinderungen und knapp 200 Unfälle in MV mit einer Toten und mehreren Verletzten gesorgt (die OZ berichtete). Am meisten Schnee war in Schwerin gefallen. Stellenweise kam dort laut Polizei der Verkehr wegen der Glätte komplett zum Erliegen. Dennoch passierten nur sieben Unfälle. Die Polizei lobte daher die Autofahrer: „Die meisten Fahrzeugführer stellten sich vorbildlich auf die Situation ein“, hieß es gestern.

Da die Polizei zu sehr vielen Einsätzen gerufen wurde, konnte sie erst gestern eine Abschlussbilanz des Wintereinbruchs ziehen und meldete noch zahlreiche Unfälle nach. Der schwerste Unfall rund um Schwerin passierte demnach auf der Landstraße in Richtung Pingelshagen, hier überschlug sich nach einem Überholmanöver ein Pkw. Die Insassen blieben unverletzt. Bei Stern-Buchholz landete ein Lkw nach einem Bremsmanöver im Straßengraben.

Auf der A 20 bei Wendisch Baggendorf (Landkreis Vorpommern-

Rügen) war ausgerechnet ein Fahrzeug des Winterdienstes in einen Unfall verwickelt: Ein Autofahrer hatte laut Polizei beim Überholen eines Lkw offenbar ein auf der Überholspur fahrendes Räumfahrzeug zu spät bemerkt. Er konnte nicht mehr bremsen und fuhr zwischen beiden Fahrzeugen durch. Dabei schrammte er am Lkw entlang. Den Schaden schätzt die Polizei auf 10000 Euro.

Nur zwei Stunden später passierte fast an gleicher Stelle ein weiterer Unfall: Ein Autofahrer verlor laut Polizei wohl aufgrund unangepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Dabei durchbrach der 46-Jährige einen Wildzaun und kam auf dem angrenzenden Acker zum Stehen. Die Polizei geht von einem Totalschaden in Höhe von 22000 Euro aus.

Spuren im Schnee verraten Einbrecher

Der von Sturmtief „Friederike“ mitgebrachte Schnee wurde nicht nur vielen Autofahrern in MV zum Verhängnis: In Plau am See (Kreis Ludwigslust-Parchim)

hinterließ ein Einbrecher Fußspuren im Schnee. Ein Bootsschuppenbesitzer verfolgte die Abdrücke bis zu einem eingeschlagenen Fenster an seinem Schuppen.

Darin kauerte der Einbrecher unter einer Matratze. Die Polizei nahm den frisch aus der Haft entlassenen 25-Jährigen mit auf die Wache.

Axel Büssem und Winfried Wagner

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