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MV aktuell A 20 bei Tribsees freigegeben: Langsdorfer hoffen auf ruhige Nacht
Nachrichten MV aktuell A 20 bei Tribsees freigegeben: Langsdorfer hoffen auf ruhige Nacht
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12:30 12.12.2018
Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) war der erste, der über die Brücke fahren durfte. Quelle: Juliane Schultz
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Tribsees

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat die 773 Meter lange Behelfsbrücke über dem ehemaligen Loch an der Autobahn A20 bei Tribsees freigegeben. Zusammen mit dem für den Autobahnbau zuständigen Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Ronald Normann, und Langsdorfs Bürgermeister Hartmut Kolschewski saß er pünktlich um 8 Uhr im ersten Auto, das am Mittwoch über die Stahlbrücke in Richtung Stralsund fuhr. Dem Ministerauto folgte sofort der reguläre Verkehr. Gegen 10.30 Uhr wurde auch die Spur Richtung Rostock freigegeben.

Damit ist die rund 15-monatige Übergangsphase beendet, die mit dem spektakulären Zusammenbruch der an dieser Stelle über einem Torfgebiet gebauten A20 im Herbst vergangenen Jahres begann. Bis zu 20 000 Autos täglich quälten sich über die Umleitungsstrecke durch die beiden Ortschaften Langsdorf und Böhlendorf. Langsdorfs Bürgermeister Kolschewski blickte denn auch mit Vorfreude über die erste ruhige Nacht in der kleinen Gemeinde.

Das A-20-Loch bei Tribsees und auch die Behelfsbrücke haben zwei Jahre lang für Negativschlagzeilen gesorgt. Nun beginnt der Wiederaufbau.
Landesverkehrsminister Christian Pegel, Hartmut Kolschewski, Bürgermeister der Gemeinde Lindholz und Ronald Normann, Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr gehen über die neue Behelfsbrücke. Quelle: Juliane Schultz

Pegel zeigte sich dankbar für die zügige Arbeit, die beim Bau der Brücke geleistet wurde. Alle Beteiligten hätten an einem Strang gezogen, ohne dieses Engagement wäre die insgesamt rund 55 Millionen Euro teure Brücke noch lange nicht fertig. Dazu zählte Pegel auch die Bundesbehörden, die teilweise innerhalb von Stunden telefonisch Finanzzusagen in Größenordnungen gegeben hätten, für die normalerweise mehrere Wochen nötig gewesen wären.

Weil in jede Richtung nur eine Spur freigegeben ist, wurde die Höchtsgeschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert. Damit soll das Unfallrisiko minimiert werden, damit Vollsperrungen nicht zu erneuten Umleitungen und Staus führen. Blitzer sollen dafür sorgen, dass sich die Autofahrer an die Höchstgeschwindigkeit halten.

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RND/dpa

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