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MV aktuell Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall in MV
Nachrichten MV aktuell Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall in MV
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12:10 05.09.2019
Menschen baden am Strand von Kühlungsborn (Symbolbild). Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Eine weitere Frau in Mecklenburg-Vorpommern ist durch eine Vibrionen-Infektion nach einem Bad in der Ostsee gestorben. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, litt die betroffene Person an verschiedenen chronischen Krankheiten und gehörte damit zur Risikogruppe. Weitere Details nannte die Behörde nicht.

Bereits vor vier Wochen war eine ältere Frau nach einer Infektion mit den gefährlichen Bakterien gestorben. Auch sie gehörte zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen. Das Lagus wies seit Juni an verschiedenen Kontrollstellen an der Küste von MV Vibrionen im Ostseewasser nach. Seit Juni wurden insgesamt neun Erkrankungen registriert.

Bakterien können tödliche Infektionen auslösen

Vibrionen sind stäbchenförmige Bakterien, die vorwiegend im Meerwasser leben und schwere und tödliche Infektionen auslösen können. Die Keime können beim Baden oder Wasserwaten in Hautverletzungen eindringen und rufen in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervor.

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Im Super-Sommer 2018 waren drei Menschen in MV durch Vibrioneninfektionen gestorben. Angesichts von Dutzenden Millionen Badegästen sei das Erkrankungsrisiko aber extrem gering, sind sich Experten einig. Als besonders anfällig gelten laut Gesundheitsamt Menschen mit chronischen Grundleiden wie Lebererkrankungen oder Diabetes sowie Menschen mit einer bestehenden Immunschwäche. Für gesunde Menschen seien die Bakterien ungefährlich.

Bildergalerie: Gefahren in der Ostsee

Wussten Sie, dass man in der Ostsee einem der giftigsten Tiere Europas begegnen kann? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um Gefahren der Ostsee kennenzulernen.

Bei geringsten Anzeichen einer Wundinfektion sollte sofort ein Arzt konsultiert werden und dieser auf Kontakt mit Meerwasser hingewiesen werden. Symptome einer Infektion sind Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine rechtzeitig eingeleitete Therapie sei gegebenenfalls lebensrettend, heißt es vom Lagus.

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Von Pauline Rabe

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