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MV aktuell Vize-Chef der Freien Wähler in MV wirft hin
Nachrichten MV aktuell Vize-Chef der Freien Wähler in MV wirft hin
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15:22 18.09.2019
Krach bei den Freien Wählern MV: Vize-Chef Bernhard Wildt (l.) wirft hin und geht zum Landesvorsitzenden Gustav Graf von Westarp auf Distanz. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Schwerin

Beben bei den Freien Wählern in MV: Bernhard Wildt, Chef der Landtagsfraktion Freie Wähler/BMV, ist mit sofortiger Wirkung als Vize-Landesvorsitzender der Freien Wähler zurückgetreten. Als Grund nennt er sein zerrüttetes Verhältnis zum Landesvorsitzenden, Gustav von Westarp. Pikant: Die BMV waren erst Ende 2018 in den Freien Wählern aufgegangen.

Wildt kritisiert Westarps Führungsstil

„Ich möchte mit Herrn Westarp nicht mehr in einen Topf geworfen werden“, erklärt Wildt und deutet Meinungsverschiedenheiten in vielen Bereichen an. Am meisten störe ihn aber, dass Westarp die Partei wie ein Alleinherrscher führe. Anstoß für seinen Rückzug aus der Parteispitze sei Westarps Äußerung zur Krebserkrankung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vergangene Woche gewesen. Westarp forderte Schwesig auf, ihren Job während der Genesungszeit abzugeben. Nur „halbe Kraft“ reiche nicht für das Land. „Schlimm“, kommentiert Wildt diese Äußerung.

Westarp räumt Distanz zur Landtagsfraktion ein

Wildts Rücktritt trifft die Freien Wähler kurz vor dem Landesparteitag am 28. September. Für ihn sei Westarp an der Spitze untragbar. „Ich hoffe, dass sich ein Gegenkandidat findet“, so Wildt. „Herr Westarp als Landesvorsitzender ist aus meiner Sicht die beste Garantie, dass die Freien Wähler zur Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.“ Parteimitglied werde er bleiben. Auch die vierköpfige Fraktion im Landtag werde ihren Status behalten. Allerdings sind dort mit Christel Weißig und Ralf Borschke bereits zwei Mitglieder, die gar nicht erst bei den Freien Wählern eintraten. Die einstige BMV-Fraktion hatte sich im Herbst 2017 von der AfD im Landtag abgespaltet.

Gustav von Westarp sprach von einer „Schrecksekunde“, als er von Wildts Rückzug erfuhr. Er räumt ein: Zwischen Partei und Landtagsfraktion gebe es kaum Abstimmung. Dies solle auch Thema beim Parteitag sein. Meinungsverschiedenheiten zur politischen Arbeit wären aber auch „nicht unaufhebbar“, so Westarp.  

Von Frank Pubantz

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